Stell dir mal vor: eine völlig fremde Stadt, ein völlig fremder Ort an dem man sitzt, mit einer Schüssel voll völlig fremden Essen vor sich, das man so eben zu sich nimmt. Fremdartige, exotische Gerüche und Stimmengewirr in einer Sprache, die man nicht kennt und die sich so fremd anhört, dass sie fast schon gruselig klingt. Nichts scheint so zu sein wie daheim. Man ist in einer neuen Situation.
So eine Situation könnte man sich wohl am besten auf einer Reise in ein kulturell weit entferntes Land vorstellen.
Neue Eindrücke, neue Erkenntnisse, den Horizont erweitern: Diese Begriffe schwirren in aller Munde herum und werden in Berichten über Reisen proklamiert. Doch was die eigentliche Bedeutung hinter ihnen ist und inwiefern sie für unsere persönliche Entwicklung zu gewichten sind, das scheint nicht so klar. Ich spreche hier übrigens nicht nur vom Reisen, sondern durchaus auch von bewussten Veränderungen im Alltag. Klar lernt man, wenn man ein neues Rezept probiert, am Ende ein neues Gericht kennen. Klar hört man mal andere Musik, wenn man einen Freund bietet, ihm eine Liste seiner absoluten Lieblingslieder zu schicken (im besten Falle einen Freund, der Bands und Interpreten kennt, die nicht unbedingt ohnehin seit zehn Jahren im Radio rauf und runter gedudelt werden).
Dass man neue Dinge kennenlernt, die einem Spaß machen und gefallen könnten, ist sicher ein wesentlicher Aspekt des "Horrizont erweiterns". Es ist wunderschön, einen neuen Interpreten oder gar eine ganz neue Musikrichtung für sich zu finden, mit der man sich identifizieren kann. Oder das erste Mal an einem Gewürz zu schnuppern, das man bisher noch nie zum Kochen verwendet hat und einen an fernöstliche Reisen erinnert.
Besonders toll ist auch, wenn man ein neues Hobby für sich findet. Ein Musikinstrument, eine neue Sportart, Theater spielen... was es auch immer sei, es erweitert die Liste der Dinge, mit denen wir uns bewusst glücklich machen können.
Doch ich glaube, da ist noch mehr hinter dem "Horizont erweitern": Nämlich selbst dann, wenn das Erlebte nichtmal unbedingt positiv war. Man stelle sich nur vor, jemand, der permanent unzufrieden mit seiner "ach so Bruchbudenmäßigen" Behausung, ginge auch nur einen Tag lang nach Südafrika in gewisse Regionen. Er würde seine Definition von "Bruchbude" vielleicht noch einmal überdenken. Aber nein, ich meine hier nicht den Aspekt "Nicht jammern, wo anders haben es die Leute noch schlechter!" Was ich meine ist viel mehr, dass dieser Mensch in Zukunft tatsächlich zufriedener mit seiner Wohnung sein könnte (die im richtigen Lichte und vielleicht mit einem schönen neuen Teppich, sowie einmal ordentlich mit Wischmopp und Staubsauger durch, ja gar nicht mal so schlecht aussieht).
Generell haben wir viele festgefahrene Strukturen und Vorstellungen, teilweise auch Vorurteile in unseren Köpfen. Wir versuchen Ereignisse und Verhältnisse einzustufen und unser Leben in eine funktionierende Ordnung zu brignen. Dass wir dabei geradezu ein Gerüst konstruieren, indem wir wohnen, ist uns dabei, wenn überhaupt, nur teilweise bewusst.
Probiert man etwas Neues, wagt den Sprung oder zumindest den Zehen-Tupfer ins kalte Wasser und tut man etwas Ungewohntes, so bekommt man einen Ausblick: "Wie schaut es denn außerhalb meines Gerüstes aus?" Was gibt es da noch zu sehen?
Es lassen sich viele wertvolle Inspirationen, Impulse und Denkanstöße finden, jede Minute jeden Tages. Sei es nun ein sehr interessantes Gespräch, ein Artikel in einer Zeitschrift, die Teilnahme an einer Veranstaltung oder was auch immer: Da man auch aus negativen Erfahrungen lernt, kann eigentlich nur gelten: Probiern geht über Studiern!
Und wenn Sie das nächste Mal gegenüber einer Person sitzen, die sehr sympatisch aussieht und ein überaus interessantes Buch liest, dann heißt es: Nicht lange zögern und einfach ansprechen! Mal sehen, was der Mensch spannendes zu berichten hat...
Dienstag, 19. April 2011
Montag, 18. April 2011
Routine: Langweilig oder der Weg zum Glück?
Nahezu jeder Mensch hat in seinem Leben eine gewisse Routine. Ob nun Student, Teilzeitbeschäftigter oder Vollzeitmama/papa. Ist es bei den "9to5"-Jobbern, also alljenige die wirklich feste Bürozeiten haben, zu denen sie im Hause am Schreibtisch oder gegebenfalls auf Terminen zu sein haben, noch keiner weiteren Ausführung dieser täglichen Routine notwendig (7:30 Aufstehen, 9 bis 5 Arbeiten, heim), sieht das bei Studenten beispielsweise schon anders aus. Von denen würde man auf meine These hin möglicherweise erstmal hören "Nein, ich hab echt einen total unstrukturierten Tag". Mag sein, aber selbst die Unstrukturiertheit mausert sich irgendwann zu ihrer ganz eigenen Struktur. Steht ein Student nie vor 11 Uhr auf, isst dann irgendwann gegen 12 oder 1 frühstück/mittag, macht dann irgendwas für die Uni, trifft sich zwischendurch evtl mit einer Freundin und geht anschließend mit seinen Kollegen auf ein, zwei Bier: Voilà, das klingt dann doch schon ziemlich nach einer Struktur, einer gewissen Routine.
Warum also wehrt man sich gegen diesen Begriff? Die Erklärung ist nicht schwer: Von diesem Begriff aus scheint es zu "verstaubt", "unexperimentierfreudig", "langweilig" und "zwanghaft" kein weiter Weg zu sein. Doch das ist die Frage, die ich hier stellen will: Tut man da der Routine, die doch nichts anderes ist als eine Reihenfolge von Aktivitäten und Dingen, die sich nach Erfahrung als erfolgreich und zielführend erwiesen haben, nicht Unrecht? Ist es denn wirklich so schlimm, das selbe Tag für Tag in einer ähnliches Reihenfolge zu tun?
Ich würde sagen, daran ist nichts schlimmes, sobald diese zwei Punkte dennoch zutreffen:
a) Man ist bereit, auch mal Neues auszuprobieren und ab und zu aus der Routine "auszubrechen". Sie sollte ein Orientierungsmuster sein, keine strikte Regelvorgabe.
b) Die Reihenfolge hat sich nicht nur als zielführend erwiesen sondern macht auch glücklich und zufrieden mit sich selbst.
"Der Mensch ist ein Gewohnheitstier." Oft ins Ohr ein und ausgegangen, hat auch dieser alte Spruch wohl seine Richtigkeit. Letztlich glaube ich fest daran, dass Strukturen und somit auch die böse beschimpfte Routine Dinge enthalten, die der Mensch braucht: ein vorgezeichneter Plan für den Weg, den man gehen möchte und das Wissen über Dinge, die einen glücklich machen, selbst oder genau weil man sie jeden Tag wiederholt und sich ihrer sicher sein kann. Es verschafft Ruhe, Gewissheit und höchstwahrscheinlich auch Erfolgserlebnisse, einer Routine nachzugehen und somit ein "Running System" geschaffen zu haben.
Doch die Grenze zwischen "running system" und "Ich=Maschine" ist für besonders jene Mensche, die ohnehin einen gewissen Drang zur Kontrolle haben, ist fließend. Hat es gerade noch Spaß gemacht, sein Leben auf diese Art und Weise zu fühlen, kann es irgendwann auch geradezu zu einem Zwang werden. Man tut, nicht mehr weil man es für richtig hält und auch nicht, weil es mit sich vereinbaren lässt und schon gar nicht, weil es einen glücklich macht, sondern: Man tut, weil man das halt so tut. Schon seit Jahren und fast jeden Tag. Daraufhin auszubrechen ist für viele nicht leicht und kann geradewegs zu einer Psychose oder sogar einer handfesten psychischen Krankheit führen. Wie man erkennt, ob die eigene Routine denn nun wirklich glücklich macht oder nur noch ausgeübt wird, weil man denkt, es ginge eben nicht anders? Das ist oft gar nicht so einfach, aber letztlich ist ein großer Grad an Selbstehrlichkeit wichtig. Die simple Frage: Macht es mich glücklich? Will ich das so? Habe ich Sehnsüchte? Was träume ich denn in letzter Zeit so? Falls es beruhigt: Die Wahrheit kennen wir ganz genau, sie ist nur nicht unbedingt leicht zu finden, da möglicherweise sehr tief an einem Ort vergraben, den wir in unserem Alltag meines Erachtens zu selten zu Rate ziehen: Unserem Unterbewusstsein, unserem Instinkt, oder nach volkstümlichem Sprachgebrauch: In unserem Herzen.
Deswegen rate ich jedem, der eine gewisse Routine fährt und sich angegriffen fühlt, sobald ihn jemand als eher langweilig deklariert: Schließe die Augen und hör in dich rein. Macht dich glücklich, was du tust? Läuft es gut, so wie es läuft? Und bist du auch bereit, Neues auszuprobieren und ruhig auch mal ein, zwei Wochen etwas völlig anderes auszuprobieren, ohne beklemmende Gefühle zu bekommen?
Und wenn man ehrlich und mit reinem Herzen sagen kann: "Ja, es macht mich glücklich und ja, ich bin dennoch offen!", dann lassen Sie die Leute reden (und leben) und leben Sie IHR Leben weiter. Mit einem stolzen und fröhlichen Gefühl kann man den neuen Tag beginnen, denn man weiß: Ich habe den Weg, der mir in meiner Lebenslage gut tut, gefunden.
Warum also wehrt man sich gegen diesen Begriff? Die Erklärung ist nicht schwer: Von diesem Begriff aus scheint es zu "verstaubt", "unexperimentierfreudig", "langweilig" und "zwanghaft" kein weiter Weg zu sein. Doch das ist die Frage, die ich hier stellen will: Tut man da der Routine, die doch nichts anderes ist als eine Reihenfolge von Aktivitäten und Dingen, die sich nach Erfahrung als erfolgreich und zielführend erwiesen haben, nicht Unrecht? Ist es denn wirklich so schlimm, das selbe Tag für Tag in einer ähnliches Reihenfolge zu tun?
Ich würde sagen, daran ist nichts schlimmes, sobald diese zwei Punkte dennoch zutreffen:
a) Man ist bereit, auch mal Neues auszuprobieren und ab und zu aus der Routine "auszubrechen". Sie sollte ein Orientierungsmuster sein, keine strikte Regelvorgabe.
b) Die Reihenfolge hat sich nicht nur als zielführend erwiesen sondern macht auch glücklich und zufrieden mit sich selbst.
"Der Mensch ist ein Gewohnheitstier." Oft ins Ohr ein und ausgegangen, hat auch dieser alte Spruch wohl seine Richtigkeit. Letztlich glaube ich fest daran, dass Strukturen und somit auch die böse beschimpfte Routine Dinge enthalten, die der Mensch braucht: ein vorgezeichneter Plan für den Weg, den man gehen möchte und das Wissen über Dinge, die einen glücklich machen, selbst oder genau weil man sie jeden Tag wiederholt und sich ihrer sicher sein kann. Es verschafft Ruhe, Gewissheit und höchstwahrscheinlich auch Erfolgserlebnisse, einer Routine nachzugehen und somit ein "Running System" geschaffen zu haben.
Doch die Grenze zwischen "running system" und "Ich=Maschine" ist für besonders jene Mensche, die ohnehin einen gewissen Drang zur Kontrolle haben, ist fließend. Hat es gerade noch Spaß gemacht, sein Leben auf diese Art und Weise zu fühlen, kann es irgendwann auch geradezu zu einem Zwang werden. Man tut, nicht mehr weil man es für richtig hält und auch nicht, weil es mit sich vereinbaren lässt und schon gar nicht, weil es einen glücklich macht, sondern: Man tut, weil man das halt so tut. Schon seit Jahren und fast jeden Tag. Daraufhin auszubrechen ist für viele nicht leicht und kann geradewegs zu einer Psychose oder sogar einer handfesten psychischen Krankheit führen. Wie man erkennt, ob die eigene Routine denn nun wirklich glücklich macht oder nur noch ausgeübt wird, weil man denkt, es ginge eben nicht anders? Das ist oft gar nicht so einfach, aber letztlich ist ein großer Grad an Selbstehrlichkeit wichtig. Die simple Frage: Macht es mich glücklich? Will ich das so? Habe ich Sehnsüchte? Was träume ich denn in letzter Zeit so? Falls es beruhigt: Die Wahrheit kennen wir ganz genau, sie ist nur nicht unbedingt leicht zu finden, da möglicherweise sehr tief an einem Ort vergraben, den wir in unserem Alltag meines Erachtens zu selten zu Rate ziehen: Unserem Unterbewusstsein, unserem Instinkt, oder nach volkstümlichem Sprachgebrauch: In unserem Herzen.
Deswegen rate ich jedem, der eine gewisse Routine fährt und sich angegriffen fühlt, sobald ihn jemand als eher langweilig deklariert: Schließe die Augen und hör in dich rein. Macht dich glücklich, was du tust? Läuft es gut, so wie es läuft? Und bist du auch bereit, Neues auszuprobieren und ruhig auch mal ein, zwei Wochen etwas völlig anderes auszuprobieren, ohne beklemmende Gefühle zu bekommen?
Und wenn man ehrlich und mit reinem Herzen sagen kann: "Ja, es macht mich glücklich und ja, ich bin dennoch offen!", dann lassen Sie die Leute reden (und leben) und leben Sie IHR Leben weiter. Mit einem stolzen und fröhlichen Gefühl kann man den neuen Tag beginnen, denn man weiß: Ich habe den Weg, der mir in meiner Lebenslage gut tut, gefunden.
Freitag, 1. April 2011
Dann geh ich halt allein!
"Neee tut mir Leid, heute geht nicht so gut.. Aber generell gerne, ja?"
Wer kennt ihn nicht, den oft gehörten Satz? Gerade eben hatte man noch eine zündende Idee, hat überlegt und gefeilt, was man denn heute am besten unternehmen könnte. Blick nach draußen: Schönes Wetter. Blick nach drinnen: Lust auf Baden. Ergebnis: "Ich will raus zum Baden fahren!"
Soweit der Plan. Wäre da nur jemand, der freudig rufen würde: "Au ja, super Idee, ich komme mit! Ich frag noch schnell A, B und C ob sie auch mitkommen!" So hat man sich das nämlich ausgemalt. Ohne es bewusst zu merken, ist in die Vorstellung des heutigen perfekten Tages nicht nur Sonne und Wasser sondern auch eine handvoll guter Freunde sowie der damit einhergehenden Stimmung miteingeflossen.
Leider scheint aus genau diesem Plan nichts zu werden. Gründe hierfür gehen bei den Antworten der gefragten Freunde über "keine Zeit", "keine Lust" bishin zu kreativen Ausreden.
So, nun hat man zwei Möglichkeiten:
a) Man sitzt zuhause, ist traurig, fühlt sich ungeliebt und ungebraucht plus hat man einen wirklichen schönen Tag nicht so genutzt, wie man das gerne hätte, obwohl man doch Zeit und Lust hatte.
Ooooder.. genau! b) Man geht einfach alleine! Bikini/Badehose und Handtuch in den Rucksack geworfen, das Radl/Auto schnell geschnappt oder in den Bus gesprungen und ab geht's ans Wasser! Anfangs scheint das ungewohnt, doch auch hier gilt: Übung macht den Meister.
Was sich hinter diesem Entschluss nämlich verbirgt, ist der Mut und die Kraft, Dinge, die man wirklich will, auch alleine zu bewältigen und letztlich einfach zu: machen! Nachdenken ist gut, doch die Handlungen sind das, was letztlich unser Leben bestimmt und was wir sind.
Hat man dann das Handtuch erstmal über der grünen Wiese ausgebreitet und sich dort niedergelassen, das glitzernde Blau vor und die strahlende Sonne und blauer Himmel über einem, kann man sich endlich mal etwas widmen, zu dem man sonst nie kommt: Das Buch lesen, das man sich vor fünf Monaten gekauft hat, endlich mal wieder ganz in Ruhe und entspannt die Lieblingsmusik hören und vielleicht sogar einfach mal das süße Nichtstun genießen. Keiner da, mit dem man reden kann, bedeutet nämlich auch: Keiner da, mit dem man reden muss! Dieser Nachmittag gehört nur Ihnen allein.
Das hier soll kein Appell sein, generell immer alles alleine zu machen. Ich denke sehr wohl, dass bestimmte Aktivitäten mehr Spaß machen, wenn man sie mit Freunden unternimmt. Ich denke nur nicht, dass das ein ausschließendes Kriterium sein sollte. Denn wer einmal erkannt hat, dass man auch alleine einen sehr erfüllenden Tag verbringen kann, wird daraus meines Erachtens vor allem eins schöpfen: Selbstvertrauen und die Möglichkeit und Freude, sich selbst ein wenig besser kennen zu lernen.
Und wer weiß, wen man am See dann schließlich treffen könnte. ;-)
Wer kennt ihn nicht, den oft gehörten Satz? Gerade eben hatte man noch eine zündende Idee, hat überlegt und gefeilt, was man denn heute am besten unternehmen könnte. Blick nach draußen: Schönes Wetter. Blick nach drinnen: Lust auf Baden. Ergebnis: "Ich will raus zum Baden fahren!"
Soweit der Plan. Wäre da nur jemand, der freudig rufen würde: "Au ja, super Idee, ich komme mit! Ich frag noch schnell A, B und C ob sie auch mitkommen!" So hat man sich das nämlich ausgemalt. Ohne es bewusst zu merken, ist in die Vorstellung des heutigen perfekten Tages nicht nur Sonne und Wasser sondern auch eine handvoll guter Freunde sowie der damit einhergehenden Stimmung miteingeflossen.
Leider scheint aus genau diesem Plan nichts zu werden. Gründe hierfür gehen bei den Antworten der gefragten Freunde über "keine Zeit", "keine Lust" bishin zu kreativen Ausreden.
So, nun hat man zwei Möglichkeiten:
a) Man sitzt zuhause, ist traurig, fühlt sich ungeliebt und ungebraucht plus hat man einen wirklichen schönen Tag nicht so genutzt, wie man das gerne hätte, obwohl man doch Zeit und Lust hatte.
Ooooder.. genau! b) Man geht einfach alleine! Bikini/Badehose und Handtuch in den Rucksack geworfen, das Radl/Auto schnell geschnappt oder in den Bus gesprungen und ab geht's ans Wasser! Anfangs scheint das ungewohnt, doch auch hier gilt: Übung macht den Meister.
Was sich hinter diesem Entschluss nämlich verbirgt, ist der Mut und die Kraft, Dinge, die man wirklich will, auch alleine zu bewältigen und letztlich einfach zu: machen! Nachdenken ist gut, doch die Handlungen sind das, was letztlich unser Leben bestimmt und was wir sind.
Hat man dann das Handtuch erstmal über der grünen Wiese ausgebreitet und sich dort niedergelassen, das glitzernde Blau vor und die strahlende Sonne und blauer Himmel über einem, kann man sich endlich mal etwas widmen, zu dem man sonst nie kommt: Das Buch lesen, das man sich vor fünf Monaten gekauft hat, endlich mal wieder ganz in Ruhe und entspannt die Lieblingsmusik hören und vielleicht sogar einfach mal das süße Nichtstun genießen. Keiner da, mit dem man reden kann, bedeutet nämlich auch: Keiner da, mit dem man reden muss! Dieser Nachmittag gehört nur Ihnen allein.
Das hier soll kein Appell sein, generell immer alles alleine zu machen. Ich denke sehr wohl, dass bestimmte Aktivitäten mehr Spaß machen, wenn man sie mit Freunden unternimmt. Ich denke nur nicht, dass das ein ausschließendes Kriterium sein sollte. Denn wer einmal erkannt hat, dass man auch alleine einen sehr erfüllenden Tag verbringen kann, wird daraus meines Erachtens vor allem eins schöpfen: Selbstvertrauen und die Möglichkeit und Freude, sich selbst ein wenig besser kennen zu lernen.
Und wer weiß, wen man am See dann schließlich treffen könnte. ;-)
Sonntag, 27. März 2011
Planlos glücklich
Manchmal wacht man morgens auf und hat schon einen sehr konkreten Plan vor sich, wie der Tag wohl ungefähr ziemlich genau ablaufen wird: von 9 bis 11 Uni, danach schnell heim, was essen, dann von 13 bis 16 Uhr wieder Uni und danach muss man auch irgendwann noch dringend einkaufen und die Wäsche waschen, bevor man um 20 Uhr dann was ausgemacht hat mit der besten Freundin (die man jetzt schon so oft versetzt hat, dass man mit einem weiteren Mal nahe dran wäre, in Ungnade zu verfallen).
Hierbei handelt es sich um Pläne, konzepiert für einen Tag, an dem viel los ist. Ich kann nur für mich sprechen, aber nach so einem Tag bin ich abends alles andere als glücklich, sondern eher geschafft und erfüllt von dem unangenehmen Gefühl, von Ort zu Ort gerannt zu sein, aber letztlich nichts wirklich Gutes aus dem Tag herausgeholt zu haben. Während ich in einem anderen Post bereits über Verschnaufspausen geschrieben habe, die diesem "Ausgepowert sein" bei einem stressigen Tag vorbeugen können, möchte ich nun auf etwas anderes eingehen: Inwieweit muss, soll, kann und darf man planen?
Man kann nicht generell etwas gegen Pläne sagen, ganz klar. Geht man ein Projekt total planlos an weil das ja "ach so freigeistig und innovativ" sein soll, wird das ganze möglicherweise eher freigeistig und frei von jedem praktischen Sinn und Zweck sowie Vernunft. Pläne sind manchmal dringend notwendig. Auch wenn viel an einem Tag zu erledigen ist, das auch wirklich an diesem Tag erledigt werden sollte, kommt man ohne Plan nicht aus und landet irgendwann in der unmisslichen Lage voller Hektik und Stress. Nämlich dann, wenn man merkt, dass man es unmöglich pünktlich zur Arbeit schafft (bei der ein Zu-spät-kommen bei weitem nicht so tolerierbar ist wie bei einer Vorlesung) und auch das Radl schon wieder nicht zur Reparatur gebracht hat (und das vermutlich an diesem Tage auch nicht mehr schaffen wird, da es bereits 17:45 Uhr ist).
Der Punkt ist: Viele Leute planen auch dann, wenn es gar nicht wirklich nötig ist. Und zwar dann, wenn es (und hier kann ich nur von meiner Meinung sprechen) einfach zu früh für solche Pläne ist. Mag sein, dass ich da zu sehr in meiner Sicht der Dinge gefangen bin, aber ist es wirklich notwendig, schon am Montag einen konkreten Plan zu haben, was man denn die nächsten drei Wochenende so anstellen wird (mit Uhrzeit, eventuellen Zug- und Busfahrzeiten sowie Anfragen an Leute, ob sie denn gerne mitkommen möchten)?
Oder um noch extremere Beispiele aufzugreifen: Ist es wirklich notwendig, schon jetzt darüber zu grübeln, ob man jemals den Mann/ die Frau fürs Leben findet? Wann man denn gedenkt zu heiraten und Kinder zu kriegen und was GENAU man nach dem Studium macht? ("Ich würd ja schon gern reisen, aber eigentlich würd ich dann schon gern meine Wohnung behalten...hm.... lieber gleich arbeiten! ... Oder doch nicht?")
Ich möchte an dieser Stelle auch deutlich differenzieren zwischen dem Träumen und dem Planen: ich träume auch jetzt schon manchmal, wenn ich eine Frau mit einem putzigen kleinem Kind sehe, davon, auch mal Kinder zu haben (sobald das Kind allerdings anfängt, wie am Spieß zu plärren und unflätig zu werden, danke ich Gott von ganzem Herzen, dass es noch nicht so weit ist).
Aber die Planer verfallen dann oft auch in das Schema des Grüblers und verstricken sich in verzwickte Gedankengänge, die jetzt wirklich noch nicht notwendig sind.
Daher glaube ich, bis zu einem gewissen Grad sollte man stets eines versuchen: Planlos glücklich zu sein! Die Dinge auf sich zukommen lassen, spontan und offen zu sein. Das Leben kommt recht gut ohne den von einem selbst sorgfältig geplanten und arrangierten Plan aus, besten Dank. Es ist einfacher mit den Wellen des Lebens zu schwimmen, wenn man den Schwimmstil nicht schon vorher genauestens strukturiert und geplant hat.
Und letztlich tragen einen die Wellen des Lebens möglicherweise genau dahin, wo man die ganze Zeit mit Plänen hinkommen wollte:
An den Strand des glücklichen und erfüllten Lebens.
Hierbei handelt es sich um Pläne, konzepiert für einen Tag, an dem viel los ist. Ich kann nur für mich sprechen, aber nach so einem Tag bin ich abends alles andere als glücklich, sondern eher geschafft und erfüllt von dem unangenehmen Gefühl, von Ort zu Ort gerannt zu sein, aber letztlich nichts wirklich Gutes aus dem Tag herausgeholt zu haben. Während ich in einem anderen Post bereits über Verschnaufspausen geschrieben habe, die diesem "Ausgepowert sein" bei einem stressigen Tag vorbeugen können, möchte ich nun auf etwas anderes eingehen: Inwieweit muss, soll, kann und darf man planen?
Man kann nicht generell etwas gegen Pläne sagen, ganz klar. Geht man ein Projekt total planlos an weil das ja "ach so freigeistig und innovativ" sein soll, wird das ganze möglicherweise eher freigeistig und frei von jedem praktischen Sinn und Zweck sowie Vernunft. Pläne sind manchmal dringend notwendig. Auch wenn viel an einem Tag zu erledigen ist, das auch wirklich an diesem Tag erledigt werden sollte, kommt man ohne Plan nicht aus und landet irgendwann in der unmisslichen Lage voller Hektik und Stress. Nämlich dann, wenn man merkt, dass man es unmöglich pünktlich zur Arbeit schafft (bei der ein Zu-spät-kommen bei weitem nicht so tolerierbar ist wie bei einer Vorlesung) und auch das Radl schon wieder nicht zur Reparatur gebracht hat (und das vermutlich an diesem Tage auch nicht mehr schaffen wird, da es bereits 17:45 Uhr ist).
Der Punkt ist: Viele Leute planen auch dann, wenn es gar nicht wirklich nötig ist. Und zwar dann, wenn es (und hier kann ich nur von meiner Meinung sprechen) einfach zu früh für solche Pläne ist. Mag sein, dass ich da zu sehr in meiner Sicht der Dinge gefangen bin, aber ist es wirklich notwendig, schon am Montag einen konkreten Plan zu haben, was man denn die nächsten drei Wochenende so anstellen wird (mit Uhrzeit, eventuellen Zug- und Busfahrzeiten sowie Anfragen an Leute, ob sie denn gerne mitkommen möchten)?
Oder um noch extremere Beispiele aufzugreifen: Ist es wirklich notwendig, schon jetzt darüber zu grübeln, ob man jemals den Mann/ die Frau fürs Leben findet? Wann man denn gedenkt zu heiraten und Kinder zu kriegen und was GENAU man nach dem Studium macht? ("Ich würd ja schon gern reisen, aber eigentlich würd ich dann schon gern meine Wohnung behalten...hm.... lieber gleich arbeiten! ... Oder doch nicht?")
Ich möchte an dieser Stelle auch deutlich differenzieren zwischen dem Träumen und dem Planen: ich träume auch jetzt schon manchmal, wenn ich eine Frau mit einem putzigen kleinem Kind sehe, davon, auch mal Kinder zu haben (sobald das Kind allerdings anfängt, wie am Spieß zu plärren und unflätig zu werden, danke ich Gott von ganzem Herzen, dass es noch nicht so weit ist).
Aber die Planer verfallen dann oft auch in das Schema des Grüblers und verstricken sich in verzwickte Gedankengänge, die jetzt wirklich noch nicht notwendig sind.
Daher glaube ich, bis zu einem gewissen Grad sollte man stets eines versuchen: Planlos glücklich zu sein! Die Dinge auf sich zukommen lassen, spontan und offen zu sein. Das Leben kommt recht gut ohne den von einem selbst sorgfältig geplanten und arrangierten Plan aus, besten Dank. Es ist einfacher mit den Wellen des Lebens zu schwimmen, wenn man den Schwimmstil nicht schon vorher genauestens strukturiert und geplant hat.
Und letztlich tragen einen die Wellen des Lebens möglicherweise genau dahin, wo man die ganze Zeit mit Plänen hinkommen wollte:
An den Strand des glücklichen und erfüllten Lebens.
Freitag, 25. März 2011
Wie kleine Dinge unser Leben verändern
Ein sonniger Nachmittag und man geht das erste Mal an einem Ort spazieren, an dem man noch nie war. Ein Café und lernt das erste Mal den Reiz eines gezuckerten Chai Tee Latte kennen und schmecken. Das neue Parfum, das schon jetzt, wo der Frühling zart an die Türen klopft, nach Sommer und Baden und Sonnencreme riecht.
Oft sind es die kleinen Dinge, die unsere Welt ein Stück weit verändern. Es sind neue, erfrischende Impulse. Es sind Erkenntnisse, die uns dabei helfen, ein bisschen umzudenken.
Manchmal wirkt ein Tag ganz anders, nur, weil wir dabei das Album eines bisher unbekannten Interpreten auf unserem Ipod anhören, der mit seiner Stimme und seiner Gitarre genau das ausdrückt, was wir im Moment empfinden. Manchmal wirkt ein Abend ganz anders, weil der Typ, mit dem wir uns unterhalten, dieses unwiderstehliche Parfum trägt.
Ein wichtiger Impuls ist aber vor allem auch, neue Leute kennen zu lernen. Gespräche mit ihnen zu führen und erstens zu merken, dass diese Menschen nicht ganz oder möglicherweise gar nicht so sind, wie man sie eigentlich eingeschätzt hätte und zweitens dass sie (möglicherweise wider Erwarten) sehr Interessantes zu erzählen und zu berichten haben. Neue Sichtweisen verwirren uns oft, bringen uns aber im Nachhinein dazu, unseren Horrizont zu erweitern.
Genauso interessant ist es jedoch, neue Erfahrungen mit bereits bekannten und/oder befreundeten Personen zu sammeln, neue Dinge zu erleben. Warum muss man sich denn immer zum gemeinsamen DVD-Abend treffen, Videospiel-zocken, Pokerspielen oder ähnlichem zusammentreffen? (Beschäftigungen, die sich daher durchgesetzt haben, weil sie einfach gerne von allen Beteiligten in dieser Konstellation gemacht werden) Eine Idee wäre mal: Etwas Neues ausprobieren. Gemeinsam schwimmen zu gehen. Gemeinsam eine Städtetour machen oder eine Radltour.
Auch hier kann ich mich (wieder mal) nur für das Reisen aussprechen: Hier werden Erfahrungen nonstop gesammelt. An einem Tag wacht man auf und wird spontan von drei Holländerinnen gefragt ob man Lust hätte einen Trip nach "Cape Tribulation" (etwas das die Australier etwas euphemistisch als "Dschungel" beschreiben) zu wagen, am nächsten putzt man sich mal eben die Zähne bevor man auch schon wieder in den Bus steigt um nach Airlie Beach zu fahren, wo die Party niemals endet. Ständig trifft man auf interessante Menschen aus allen Nationalitäten (wobei die Deutschenfrequenz schon überraschend hoch ist), atemberaubende Bilder, neue kulinarische Entdeckungen (wobei das in Australien nur dann neu ist, wenn man auch noch nie in Amerika war. Ja, ich spreche von Amerikanisierung) und generell kommen Hirn und Sinne fast schon kaum mehr mit, all die Impulse zu verwerten und zu verdauen. Eben noch führte man ein philosphisches Gespräch mit einem 24-Jährigen aus Jerusalem über Gott, die Welt und Religionsunterschiede und abends wird man spontan von einer Japanerin eingeladen, Sushi selber zu machen (und ich meine: Sushi! Mjam..)
Doch es braucht keinen Dschungel, keinen Israeli und auch keine fremd-exotisch-klingenden Städtenamen, um neue Erfahrungen zu sammeln und neue Impulse für sein Leben zu gewinnen.
Wer mit offenen Augen durch die Welt läuft, und hier einen der ersten Frühlingsvögel entdeckt, der fröhlich vor sich hin zwitschernd den Frühling einleitet und dort die Mutter, die glückselig ihr Baby im Wagerl mit einem strahlenden Lächeln betrachtet, der entdeckt schon allein damit soviel Wertvolles und Bekanntes, und doch Neues. Wer einen Blick auf die Einzelheiten im Leben behält und nicht, in Gedanken ganz woanders, durch sie hindurch rennt, der kann neuen Erfahrungen kaum noch entgehen.
Denn letztlich ist es das, wofür wir uns entscheiden:
Neue Impulse für unser Leben zulassen und offen sein für unbekannte und neue Dinge, Erlebnisse, Erfahrungen und Unternehmungen.
Der Rest kommt von allein.
Oft sind es die kleinen Dinge, die unsere Welt ein Stück weit verändern. Es sind neue, erfrischende Impulse. Es sind Erkenntnisse, die uns dabei helfen, ein bisschen umzudenken.
Manchmal wirkt ein Tag ganz anders, nur, weil wir dabei das Album eines bisher unbekannten Interpreten auf unserem Ipod anhören, der mit seiner Stimme und seiner Gitarre genau das ausdrückt, was wir im Moment empfinden. Manchmal wirkt ein Abend ganz anders, weil der Typ, mit dem wir uns unterhalten, dieses unwiderstehliche Parfum trägt.
Ein wichtiger Impuls ist aber vor allem auch, neue Leute kennen zu lernen. Gespräche mit ihnen zu führen und erstens zu merken, dass diese Menschen nicht ganz oder möglicherweise gar nicht so sind, wie man sie eigentlich eingeschätzt hätte und zweitens dass sie (möglicherweise wider Erwarten) sehr Interessantes zu erzählen und zu berichten haben. Neue Sichtweisen verwirren uns oft, bringen uns aber im Nachhinein dazu, unseren Horrizont zu erweitern.
Genauso interessant ist es jedoch, neue Erfahrungen mit bereits bekannten und/oder befreundeten Personen zu sammeln, neue Dinge zu erleben. Warum muss man sich denn immer zum gemeinsamen DVD-Abend treffen, Videospiel-zocken, Pokerspielen oder ähnlichem zusammentreffen? (Beschäftigungen, die sich daher durchgesetzt haben, weil sie einfach gerne von allen Beteiligten in dieser Konstellation gemacht werden) Eine Idee wäre mal: Etwas Neues ausprobieren. Gemeinsam schwimmen zu gehen. Gemeinsam eine Städtetour machen oder eine Radltour.
Auch hier kann ich mich (wieder mal) nur für das Reisen aussprechen: Hier werden Erfahrungen nonstop gesammelt. An einem Tag wacht man auf und wird spontan von drei Holländerinnen gefragt ob man Lust hätte einen Trip nach "Cape Tribulation" (etwas das die Australier etwas euphemistisch als "Dschungel" beschreiben) zu wagen, am nächsten putzt man sich mal eben die Zähne bevor man auch schon wieder in den Bus steigt um nach Airlie Beach zu fahren, wo die Party niemals endet. Ständig trifft man auf interessante Menschen aus allen Nationalitäten (wobei die Deutschenfrequenz schon überraschend hoch ist), atemberaubende Bilder, neue kulinarische Entdeckungen (wobei das in Australien nur dann neu ist, wenn man auch noch nie in Amerika war. Ja, ich spreche von Amerikanisierung) und generell kommen Hirn und Sinne fast schon kaum mehr mit, all die Impulse zu verwerten und zu verdauen. Eben noch führte man ein philosphisches Gespräch mit einem 24-Jährigen aus Jerusalem über Gott, die Welt und Religionsunterschiede und abends wird man spontan von einer Japanerin eingeladen, Sushi selber zu machen (und ich meine: Sushi! Mjam..)
Doch es braucht keinen Dschungel, keinen Israeli und auch keine fremd-exotisch-klingenden Städtenamen, um neue Erfahrungen zu sammeln und neue Impulse für sein Leben zu gewinnen.
Wer mit offenen Augen durch die Welt läuft, und hier einen der ersten Frühlingsvögel entdeckt, der fröhlich vor sich hin zwitschernd den Frühling einleitet und dort die Mutter, die glückselig ihr Baby im Wagerl mit einem strahlenden Lächeln betrachtet, der entdeckt schon allein damit soviel Wertvolles und Bekanntes, und doch Neues. Wer einen Blick auf die Einzelheiten im Leben behält und nicht, in Gedanken ganz woanders, durch sie hindurch rennt, der kann neuen Erfahrungen kaum noch entgehen.
Denn letztlich ist es das, wofür wir uns entscheiden:
Neue Impulse für unser Leben zulassen und offen sein für unbekannte und neue Dinge, Erlebnisse, Erfahrungen und Unternehmungen.
Der Rest kommt von allein.
Montag, 21. März 2011
Der Luxus der Freiheit
Unterwegs, auf Reisen. Der einzige Besitz ist der, den man mit sich tragen kann und das Einzige, das zählt, ist der Weg zum nächsten Ziel und die Erlebnisse und Erfahrungen auf der Reise. Was früher die Nomaden waren (oder auch teilweise heutzutage noch), sind heute die Backpacker. Heutzutage ist es üblicher als je zuvor, einfach mal den Rucksack mit dem (bei den unerfahreneren Travellern auch gerne nicht zwangsläufig) Nötigsten gepackt, ein Flugticket nach Sydney, Auckland oder Bangkok gebucht und los geht's. (Die Zeit der ehrgeizigen, beinahe fieberhaft-schmerzhaften Suche nach dem günstigsten Flug, bestem Koffer und Reisezeit nach unendlichen schweißtreibenden Recherchen in Internetforen, in der Sabine202 und BigTraveller sich niemals einig zu werden scheinen, mal ausgenommen.)
Da steht man nun, gerade angekommen am Flughafen, und woran man sich anfangs erst gewöhnen muss, wird irgendwann zur Riesenerleichterung: Es gibt nicht viel, das man hat.
Da wäre der Schlafsack, ein paar Kleidungsstücke, die Plastikschüssel und ein Kosmetiktäschchen (tatsächlich nicht sehr groß, da in Hostels divenhafte Auftritte, für die Tonnen und eine Millionen Tiegel an verschiedenen Makeup-Sorten sowie passende Grundierung notwendig sind, nicht üblich sind. Ebenso wenig dreierlei verschiedene Pflegegels für die Haare und Antipickelset.) Das gesamte "Badezimmer" wurde tatsächlich beschränkt auf: Zahnbürste, Zahnpasta, Shampoo. (nach einer gewissen Zeit ist es erstaunlich dass man sich dennoch nicht von einer Nacht auf die andere in ein Zombie verwandelt sondern immer noch so ziemlich wie man selbst ausschaut)
Reist man eine Zeit lang so, sich all seiner Habseligkeiten dank Druck auf den Schultern und den Rücken schwer bewusst, werfen die meisten auch den letzten nicht dringend notwendigen Kram weg. Wie es mir ab diesem Punkt auf Reisen ergangen ist, war einfach erstaunlich und wundervoll: Ich war frei. Verpflichtungen zuhause? Finanzielle Anlagen? Versicherungen, Mieten und alles was zu dem ganzen lustigen Kram gehört, den sich die Menschen im Laufe der Zeit so ausgedacht und letztlich sich selbst auferlegt haben - wurschtegal! Das einzige was zählte, waren mein Rucksack und ich umgeben von einer großen Welt voller Möglichkeiten.
Da waren unglaubliche Menschen verschiedenster Herkunftsländer, Konfessionen und Auffasungen mit denen sich interessante und wirklich inspirierende Gespräche führen ließen, von denen mich einige durchaus geprägt haben. Es sind einfach wertvolle Impulse, sich weiterzuentwickeln, über den Tellerrand zu schauen und aufeinmal zu begreifen: "Hey man kann nicht nur anders denken sondern anders HERUM!"
Da waren Landschaften, bei denen man sich selber ab und zu kneifen musste, ob das denn jetzt auch wirklich echt war und nicht der Himmel nachdem man doch von einem grantigen und oder hungrigen Krokodil erwischt wurde.
Da waren Städte, in denen die Menschen denkbar tolerant und "layed back" waren, in denen Burger King "Hungry Jack's" hieß (so und jetzt langsam die Preisfrage: Wo war ich?) und einfach alle Geschäftenamen fremd und dennoch sehr interessant, reizvoll und keineswegs einschüchternd oder beängstigend (da fremd) klangen.
Da war das Gefühl, frei zu sein.
Das ist wohl genau der Luxus, den man sich nicht kaufen kann: Der Luxus der Freiheit.
Da steht man nun, gerade angekommen am Flughafen, und woran man sich anfangs erst gewöhnen muss, wird irgendwann zur Riesenerleichterung: Es gibt nicht viel, das man hat.
Da wäre der Schlafsack, ein paar Kleidungsstücke, die Plastikschüssel und ein Kosmetiktäschchen (tatsächlich nicht sehr groß, da in Hostels divenhafte Auftritte, für die Tonnen und eine Millionen Tiegel an verschiedenen Makeup-Sorten sowie passende Grundierung notwendig sind, nicht üblich sind. Ebenso wenig dreierlei verschiedene Pflegegels für die Haare und Antipickelset.) Das gesamte "Badezimmer" wurde tatsächlich beschränkt auf: Zahnbürste, Zahnpasta, Shampoo. (nach einer gewissen Zeit ist es erstaunlich dass man sich dennoch nicht von einer Nacht auf die andere in ein Zombie verwandelt sondern immer noch so ziemlich wie man selbst ausschaut)
Reist man eine Zeit lang so, sich all seiner Habseligkeiten dank Druck auf den Schultern und den Rücken schwer bewusst, werfen die meisten auch den letzten nicht dringend notwendigen Kram weg. Wie es mir ab diesem Punkt auf Reisen ergangen ist, war einfach erstaunlich und wundervoll: Ich war frei. Verpflichtungen zuhause? Finanzielle Anlagen? Versicherungen, Mieten und alles was zu dem ganzen lustigen Kram gehört, den sich die Menschen im Laufe der Zeit so ausgedacht und letztlich sich selbst auferlegt haben - wurschtegal! Das einzige was zählte, waren mein Rucksack und ich umgeben von einer großen Welt voller Möglichkeiten.
Da waren unglaubliche Menschen verschiedenster Herkunftsländer, Konfessionen und Auffasungen mit denen sich interessante und wirklich inspirierende Gespräche führen ließen, von denen mich einige durchaus geprägt haben. Es sind einfach wertvolle Impulse, sich weiterzuentwickeln, über den Tellerrand zu schauen und aufeinmal zu begreifen: "Hey man kann nicht nur anders denken sondern anders HERUM!"
Da waren Landschaften, bei denen man sich selber ab und zu kneifen musste, ob das denn jetzt auch wirklich echt war und nicht der Himmel nachdem man doch von einem grantigen und oder hungrigen Krokodil erwischt wurde.
Da waren Städte, in denen die Menschen denkbar tolerant und "layed back" waren, in denen Burger King "Hungry Jack's" hieß (so und jetzt langsam die Preisfrage: Wo war ich?) und einfach alle Geschäftenamen fremd und dennoch sehr interessant, reizvoll und keineswegs einschüchternd oder beängstigend (da fremd) klangen.
Da war das Gefühl, frei zu sein.
Das ist wohl genau der Luxus, den man sich nicht kaufen kann: Der Luxus der Freiheit.
Mittwoch, 16. März 2011
Das Mosaik aus Vorbildern
Vorbilder: Sie spielen in unserem Leben eine wichtige Rolle. Erstes Vorbild ist, na wer errät es? Genau, die Mama. Die Frau, die uns damals das Leben schenkte, ist auch die Person die uns die ersten Verhaltensweisen und Schritte mit auf den Weg gibt (zusammen mit Papa natürlich). Doch spätestens im Kindergartenalter trifft man auf ganz andere Möglichkeiten, sein Verhalten, sein Auftreten, seine Freizeitbeschäftigungen, letztlich auch seinen Geschmack und ähnliches zu orientieren: die anderen Kids, die obercoole Kindergartenpraktikantin mit den großen Ohrringen und den rotgefärbten Locken oder aber die große Schwester von Manuela, die sie öfter vom Kindergarten abholt und immer so tolle Kleider trägt. Wir beginnen uns, anzupassen, bereits Gelerntes wieder sein zu lassen, um neues Verhalten zu adaptieren. Wir beginnen etwas, womit wir im Leben wohl nie wieder ganz aufhören werden: Vorbildern nachzueifern.
In unserem Leben werden wir mit einer Menge direkten und indirekten Fragen konfrontiert. "Wer bin ich und wie soll ich mich verhalten?", "Wie soll ich sein?", "Was soll ich tragen?", "Wie soll mein Leben verlaufen?". Schwierige Fragen, keine richtige Antwort, da viele Optionen vorhanden, die (fast) alle ihre Daseinsberechtigung haben. Was tun?, fragt man sich nun, und in vielen Fällen scheint die Antwort alsbald parat, als man jemanden erblickt, der genau das kann, was man selbst gerne könnte, genau das besitzt, ausstrahlt, das man gern SEIN Eigen nennen würde. Dieser (mehr oder weniger) glückliche Mensch wird nun zum Vorbild auserkoren. Ob man es bemerkt oder nicht, man schaut sich von nun an genau das ab, was dieser Mensch anders macht, als man selbst. Seien dies nun bestimmte Verhaltensformen, sei es die Art, wie er spricht, sich kleidet oder auch einfach nur sein Parfum. Tiefgreifender können es auch Themen sein, die ihn interessieren oder Hobbys, denen er nachgeht. Einfach alles, das wir als das erfolgseinbringende Kriterium bei diesem Individuum halten.
Soweit so gut. Aber was ist wenn man merkt, dass wir zwar auf Partys nicht ganz so schnell neue Leute kennen lernen wie Anna Müller (das aber gerne würden), dafür aber im Umgang mit Jungs mit unserer zurückhaltenden Art viel besser ankommen als sie ("Die ist immer so überdreht!"). Mit der Zeit merkt man, dass es nicht des Rätsels Lösung ist, sich einfach nur EINE Person auszuwählen, die von nun an als Vorbild dienen soll. Es geht mehr um einzelne Charakterzüge und Aktionen, die man so übernimmt.
Hat man das erstmal für sich erkannt, sucht man unterbewusst bei allem, was man an sich selbst gerne ausbauen und verbessern würde, allem, womit man unzufrieden ist, ein passendes Vorbild. Jemand, der Orientierung bietet und Ansporn, an sich zu arbeiten.
Da wäre besagte Anna, die auf Menschen unglaublich aufgeschlossen wirkt und schnell Leute kennen lernt, Paul, der extrem diszipliniert ist und alle seine Termine und Pflichten perfekt einhält oder Stefanie, die den Dalai Lama in Sachen Ausgeglichenheit vor Neid erblassen lässt.
Mit der Zeit bildet sich mehr und mehr ein Mosaikbild aus Vorbildern, in dem wir mehr und mehr herausarbeiten, was wir gerne sein möchten und was nicht, an was wir arbeiten möchten und was wir so eigentlich ganz ok an uns finden, vielleicht sogar sehr gut.
Denn der wichtigste und größte Stein, der auf seine eigene Art schimmert und strahlt wie kein anderer, sollte immer noch folgender sein: Unser ganz eigener, der uns einzigartig macht.
In unserem Leben werden wir mit einer Menge direkten und indirekten Fragen konfrontiert. "Wer bin ich und wie soll ich mich verhalten?", "Wie soll ich sein?", "Was soll ich tragen?", "Wie soll mein Leben verlaufen?". Schwierige Fragen, keine richtige Antwort, da viele Optionen vorhanden, die (fast) alle ihre Daseinsberechtigung haben. Was tun?, fragt man sich nun, und in vielen Fällen scheint die Antwort alsbald parat, als man jemanden erblickt, der genau das kann, was man selbst gerne könnte, genau das besitzt, ausstrahlt, das man gern SEIN Eigen nennen würde. Dieser (mehr oder weniger) glückliche Mensch wird nun zum Vorbild auserkoren. Ob man es bemerkt oder nicht, man schaut sich von nun an genau das ab, was dieser Mensch anders macht, als man selbst. Seien dies nun bestimmte Verhaltensformen, sei es die Art, wie er spricht, sich kleidet oder auch einfach nur sein Parfum. Tiefgreifender können es auch Themen sein, die ihn interessieren oder Hobbys, denen er nachgeht. Einfach alles, das wir als das erfolgseinbringende Kriterium bei diesem Individuum halten.
Soweit so gut. Aber was ist wenn man merkt, dass wir zwar auf Partys nicht ganz so schnell neue Leute kennen lernen wie Anna Müller (das aber gerne würden), dafür aber im Umgang mit Jungs mit unserer zurückhaltenden Art viel besser ankommen als sie ("Die ist immer so überdreht!"). Mit der Zeit merkt man, dass es nicht des Rätsels Lösung ist, sich einfach nur EINE Person auszuwählen, die von nun an als Vorbild dienen soll. Es geht mehr um einzelne Charakterzüge und Aktionen, die man so übernimmt.
Hat man das erstmal für sich erkannt, sucht man unterbewusst bei allem, was man an sich selbst gerne ausbauen und verbessern würde, allem, womit man unzufrieden ist, ein passendes Vorbild. Jemand, der Orientierung bietet und Ansporn, an sich zu arbeiten.
Da wäre besagte Anna, die auf Menschen unglaublich aufgeschlossen wirkt und schnell Leute kennen lernt, Paul, der extrem diszipliniert ist und alle seine Termine und Pflichten perfekt einhält oder Stefanie, die den Dalai Lama in Sachen Ausgeglichenheit vor Neid erblassen lässt.
Mit der Zeit bildet sich mehr und mehr ein Mosaikbild aus Vorbildern, in dem wir mehr und mehr herausarbeiten, was wir gerne sein möchten und was nicht, an was wir arbeiten möchten und was wir so eigentlich ganz ok an uns finden, vielleicht sogar sehr gut.
Denn der wichtigste und größte Stein, der auf seine eigene Art schimmert und strahlt wie kein anderer, sollte immer noch folgender sein: Unser ganz eigener, der uns einzigartig macht.
Abonnieren
Posts (Atom)





