Dass wir auf eine immer digitalisiertere Welt zuschreiten, ist wohl jedermann bewusst. Darüber, ob das Internet eine wichtige Rolle einnimmt, wird schon gar nicht mehr diskutiert. Da gibt es inzwischen eher zu analysieren, welche Internetplattformen am meisten Einfluss haben und welche Auswirkungen diese "Internetisierung" der Welt und der Gesellschaft mit sich bringt.
Durch das Internet entstanden und entstehen neue Formen der Kommunikation. Statt sich mal eben im Café zu treffen um über nervige Kollegen zu lästern oder sich über die neueste H&M-Kollektion auszutauschen, geht das heutzutage viel einfacher. Mal eben den Schalter der Kiste auf "On" gedrückt und schon taucht man ein in die wunderbare Welt von Skype, Facebook, ICQ und co. Jede Menge Leute, jede Menge Kommunikation (sollte einem gerade kein eigenes gutes Thema einfallen, kann man ja mal den neuesten Stand bei Facebook abchecken, will heißen, nachschaun, was unsere Freunde (mehr oder weniger, das Thema hatten wir), für postenswert erachtet und veröffentlicht haben. ) Wozu noch jemanden anrufen, wenn die soziale Welt ohnehin direkt komfortabel vom heimischen Schreibtisch/Bett/Couch/anderem präferierten Möbelstück stattfinden kann?
Man chattet also mit den Leuten. Schreibt statt redet. Umrahmt Worte mit Sternchen um Tätigkeiten, Gefühlsausdrücke und ähnliches zu symbolisieren und vom gesagtem abzugrenzen. Und an die Stelle der Mimik treten: Smileys.
Es gibt viele Smileys. Seit dem Augenblick, an dem irgendein damaliger Computerfreak (wahrscheinlich Nerd) gemerkt hat, dass die Konstellation aus einem Doppelpunkt, einem Bindestrich und einer Klammer auf beziehungsweise Klammer zu einen netten Smiley ergibt, ist viel passiert. Es gibt den lächelnden, den lachenden, den traurigen, den weinenden, den verwunderten, den schockierten, den genervten... die Bandbreite ist schier endlos. Der Grund hierfür ist wohl, dass Menschen eben nicht nur lächeln oder traurig schaun. Je mehr das Chatten zum Usus wurde, desto größer wurde das Verlangen nach mehr Möglichkeiten, seine Gefühls- und Gesichtsausdrücke auch hier, dann eben in schriftlicher Form, zum Ausdruck zu bringen.
Man könnte meinen, inzwischen gibt es kaum eine Emotion, die nicht von irgendeiner Zeichenkonstellation, genannt Smiley, repräsentiert wird.
Doch genau das möchte ich heftig bestreiten. Selbst wenn sich Gesichtsausdrücke in, sagen wir, 50 Kategorien fassen lassen könnten ("traurig", "fröhlich", "nervös"....), meinetwegen auch 500, und es für jede dieser Kategorien einen theoretisch passenden Smiley gäbe, er wäre und bliebe eins: Theorie. Die Praxis sieht anders aus. Schon als Kind lernen wir, dass Menschen sich ganz unterschiedlich äußern. Während ein Lachen von der Freundin nichts ungewöhnliches ist, kennen wir diese doch als ziemliche Kichererbse, verwundert es uns schon eher, wenn selbiges die Lehrerin tut. Während Freundin A bei jeder Kleinigkeit in Tränen ausbricht und wir bereits ein Packerl Taschentuch im Gepäck haben, wann immer wir sie besuchen, sind wir bei Freundin B völlig irritiert, sollte diese völlig überraschend dann doch mal einen Gefühlsausbruch erleben. Der eine hat eigentlich ständig ein Lächeln auf den Lippen, der andere zuckt mit seinen Mundwinkeln nur äußerst wohl dosiert.
Das ist uns nichts neues, doch im Chat vergesse ich manchmal: Hier ist das gleiche zu beachten. Der Schluss geht nämlich auch andersherum. Wenn jemand viel lacht, wundern wir uns, wieso er im Chat aufeinmal so ernst ist - das möglicherweise nur, weil dieser jemand nicht besonders vertraut mit oder angetan von der Benutzung von Smileys beim Chatten oder dem Chatten generell ist.
Das Interpretieren von Smileys je nach Persönlichkeit ist so komplex, dass es in unserer heutigen Gesellschaft, angenommen, das Chatten nimmt eine noch höhere Bedeutung an, bald zur Lebensaufgabe werden könnte. Die Wissenschaft darüber (Smileylogie? Smiley-istik?) könnte ganze Bücher füllen.
Doch noch aus einem anderen Grund ist es in meinen Augen ziemlich unmöglich, Gefühle adäquat per Smileys darzustellen: Man kann Gefühle eben NICHT kategorisieren. Theoretisch mag das mit "fröhlich", "traurig" etc. ja ganz nett klingen und funktionieren, doch in der Praxis machen wir bei weitem nicht immer die Gesichtsausdrücke, die wir gerade beabsichtigen. Nicht einmal meistens. Manchen sieht man an der Nasenspitze an, wie sie sich gerade fühlen, ob sie nachdenken oder ob sie etwas belastet. Bei manchen schaffen das auch nur die wirklich guten Freunde. Alle haben sie jedenfalls gemeinsam: Ihr Gesichtsausdruck ist alles, aber nicht einfach zu kategorisieren und pauschalisieren. Jeder Mensch ist anders, somit seine Gedanken und Gefühle und somit seine Mimik. Die kleinste Veränderung in eben dieser Mimik wird von einem aufmerksamen Beobachter registriert. Das ist ein verhaltensbiologisches Wunder, das die Welt der Smileys auf eher sehr minimalistische Weise versucht, zu adaptieren und damit zwangsläufig zum Scheitern verurteilt ist. Denn: Der Teufel liegt im Detail.
Genau deswegen spreche ich mit einem guten Freund lieber persönlich, statt mit ihm zu chatten. Denn ein Blick in seine Augen und sein Gesicht sagt mir mehr, als tausend Worte und Smileys. Und das ist auch gut so.
Donnerstag, 7. Juli 2011
Montag, 4. Juli 2011
Der iPod und der Mensch: Eine Liebesgeschichte

oder aber: "Verstöpselt und Verkabelt."
Hätte man früher jemanden von hinten gerufen und er hätte dies nicht bemerkt, obwohl er doch der einzige auf der Straße ist, hätte man ihn wahrscheinlich für taub gehalten. Was früher verwunderlich war, ist es heute kaum mehr. Denn nicht gering ist die Wahrscheinlichkeit, dass eben Angesprochener "Stöpsel" im Ohr hat.
Hätte man früher jemanden von hinten gerufen und er hätte dies nicht bemerkt, obwohl er doch der einzige auf der Straße ist, hätte man ihn wahrscheinlich für taub gehalten. Was früher verwunderlich war, ist es heute kaum mehr. Denn nicht gering ist die Wahrscheinlichkeit, dass eben Angesprochener "Stöpsel" im Ohr hat.
Die lieben "Stöpsel" sind eigentlich keine Ohrenstöpsel im eigentlichen Sinne, um Außengeräusche auszublenden. Stattdessen schallen aus ihnen ganz eigene Geräusche: Musik. War man früher umrahmt von der "Musik der Umgebung" (ob Straßenmusiker, Vogelgezwitscher oder Presslufthammer sei jetzt mal dahingestellt), ist der Soundtrack heutzutag frei verfüg- und wählbar. Ein paar (mehr) Euro bei Saturn, iTunes-Store und weiteren Musikablegern investiert, oder aber einige illegale Downloads getätigt und voilà: man stellt sich die hauseigene Musikwunschliste zusammen. Der iPod (der Name ist ja mittlerweile ein geflügeltes Wort für jede Form von MP3-Spieler, mir scheint) wird mal eben randvoll getankt mit trauriger, fröhlicher, peppiger oder entspannender Musik. Für jede Stimmung etwas eben. Für eben diese Stimmungen lassen sich ganze Tracklisten erstellen. Auf meinem eigenen iPod gibt es zum Beispiel die "Megafette Relaxing Chiller-Liste" oder die "Running going crazy laughing Liste" (ach, was wäre der Alltag ohne liebevollst-kreative, ziemlich schräge Feinheiten).
Emotionen werden wach
Soweit so gut, heutzutage spaziert man nicht mehr einfach nur so durch die Gegend, nein: Man hört Musik. Man schwelgt in vielleicht länger nicht gehörten Melodien oder aber vollendet den Tag erst damit, dass man genau dieses eine Lied mindstens einmal am Tag gehört haben muss. Manchmal werden die Augen feucht bei einem ergreifenden Lied, in schmerzlicher Erinnerung an einen schönen Tag, damals mit dem Exfreund, den man so gerne zurückhätte. Oder man spürt zu Juanes fröhlich-beschwingt den lauen Nächten des Spanien-Urlaubs 2010 nach. Oder aber man würde am liebsten hier und jetzt beginnen, richtig abzutanzen, so wie auf dieser Hammerparty damals als genau dieser Song aus basslastigen Lautsprechern die Tanzfläche unter Flutlichtern zum Beben brachte. Die Bandbreite von Emotionen und Erinnerungen, die Lieder in uns (wieder) zum Leben erwecken, ist schier endlos.
Und die Umwelt...?
Bei diesem immensen Angebot, dieser geballten Ladung an Wahlmöglichkeiten, Emotion à la carte: "Na, wie möchte ich mich denn heute fühlen? Fröhlich? Jack Johnson, komm an mein Herz.."
Hat denn da Realität noch gute Karten? Wer wählt den Presslufthammer, wenn er (etwas lauter und am besten aus gut isolierenden Ohrstöpseln bzw. Kopfhörern) genauso gut ein tolles Lied hören kann? Selbst die zwitschernden Vögel sehen angesichts der Leidenschaft und dern Gefühlen, die Menschen mit manchen Musiktiteln verbinden, ziemlich alt aus. Ich spreche hier vor allem von der Generation, die mit den immer kleiner und handlich werdenden tragbaren Musikdatenspeichergeräten aufgewachsen sind und schon früh an das Geohrstöpseltsein gewöhnt wurden.
Immer mehr entscheiden sich für den eigenen Soundtrack statt dem, was die Um- und Außenwelt da so zu bieten hat. Und je öfter man das tut, desto langweiliger erscheinen tatsächlich diese doch oft recht monotonen und nicht besonders spannenden Umweltgeräusche. Es entsteht ein Anspruch darauf, unterhalten zu werden. Auch beim Weg zur Schule/Uni/Arbeit. Auch im Bus. Auch beim Spaziergang im Grünen. Ist man es erstmal gewohnt, musikalisches Vollprogramm auch bei zehn Minuten zu-Fuß-laufen geboten zu bekommen, mag man ungern darauf verzichten. Immer langweiliger und trostloser erscheint sie, diese Stille.
Fast schon nimmt man nun seine ganz eigene Welt wahr. Ich mime manchmal ein Lied, das ich sehr mag, mit den Lippen nach, ohne das groß zu merken . Auf einmal wundere ich mich, wieso mich andere teils verschmitzt, teils aber auch völlig entgeistert anschauen. Es muss irritierend wirken, wenn ich da so in meiner eigenen kleinen Welt bzw. meinem Lied schwelge, das ja sonst keiner hören kann.
Eigene kleine VS. große weite Welt
Das ist auch so ein Punkt. Man zieht sich zurück in eine eigene kleine Höhle mit einer Melodie, die nur in dieser Höhle spielt. Und das aber in aller Öffentlichkeit, wo man die eigene Höhle doch eigentlich verlassen haben wollte. Jeder ist dann irgendwie in seinem eigenen kleinen Universum und das einzige das uns vielleicht noch verbindet, ist die Tatsache: Wir haben alle Stöpsel im Ohr.
Doch wie still ist die Stille wirklich? In letzter Zeit gehe ich wieder öfters bewusst OHNE iPod spazieren. Man nimmt seine Umwelt anders wahr, besser, detailierter. Was anfangs nur Vogelgezwitscher war, sind bald die verschiedenen Vogelarten, von denen jede in ihrer ganz eigenen Stimme trällert. Das Rascheln der Bäume und Blätter im Wind, das kontinuierliche Plätschern eines Baches, das mitreißende Rauschen des Flusses. Aber auch weniger klischehaft und kitschig: die Geräusche der Stadt mit laufenden Motoren, Stimmengewusel und einem Wirrwarr aus Straßenmusik, vermengt mit Fetzen aus Melodien, die von irgendwo in der Ferne schallen, wo vielleicht gerade eine heiße Party stattfindet. Für all das lohnt es sich ja vielleicht doch, die Stöpsel auch mal rauszunehmen.
Und einzutauchen in das Leben.
Freitag, 1. Juli 2011
Die Schönheit der ungelebten Möglichkeiten
Als ich noch klein war hatte ich tausend Ideen, was ich einmal werden könnte. Zwar habe ich in meinen Überlegungen durchaus typische Berufe wie "Tierärztin" oder "Astronautin" in Erwägung gezogen, doch auch eher ungewöhnliche à la "Erdbebenforscherin" und "Neue-Namen-Finderin". Ich bin überzeugt, dass es nicht nur mir so ging. Jeder hatte seine ganz eigenen Träume und Vorstellungen und Wünsche, was er einmal mit seinem weiteren Leben und seiner Zukunft anstellen wollte. Das wichtigste Wort in diesem Satz war jedoch weder "Wünsche" noch "weiteres Leben", sondern: "einmal". Irgendwann in weiter Ferne.
Denn im Gegensatz zu den Zielen, die man nun sich nun als erwachsener Mensch so setzt (sei das ein eigenes Auto, ein eigenes Haus, oder auch einfach nur die nächste Miete zahlen zu können), waren die Wunschträume vor allem eins: Träume. Und als solches hatten sie auch die absolute Daseinsberechtigung, einfach nur zum Träumen da zu sein. Doch wie ist das jetzt, um einige Jahre und etliche Erfahrungen reicher?
Jeder von uns hat so Träume im Kopf. Die Bandbreite geht von "Endlich mit Spanisch anfangen", über "einen Ballettkurs belegen", bis hin zur großen weiten Welt in einer Reise. Während die eine von ihrer eigenen Schmuckkollektion träumt, wünscht sich ein anderer von ganzem Herzen, doch eines schönes Tages mal in einem Rennwagen zu sitzen.
So weit so gut, das hat sich also nicht geändert, lediglich die Dimensionen. Als wir klein waren hätte uns schon ein Barbietraumhaus überglücklich gemacht, in fortgeschrittenerem Alter könnte uns solches nur in Lebensgröße begeistern (um dann in ihm zu wohnen oder aber es zu verkaufen, um sich eine coole Deisgnerbude oder einen schicken Schlitten zuzulegen).
Doch ein Unterschied ist maßgeblich: Als wir klein waren, durften die Träume Träume sein. Man hat sich etwas oft nur gewünscht, weil es schön ist, davon zu träumen. Dieses Schwelgen in Fantasien und Wunschvorstellungen,, das reine Vorstellen, eines Tages tatsächlich mal den Weltraum zu erforschen oder den ganzen Tag lang süße Kätzchen zu verarzten. Ja, das war eine schöne Vorstellung. Als Kind war klar, dass man sowieso erstmal erwachsen werden musste, um eines Tages die Träume in die Realität umzusetzen.
So, nun ist man erwachsen. Und- haben Sie alles erreicht, was sie sich damals gewünscht haben, im Laufe ihres Lebens, oder auch nur jetzt?
Bei den meisten wird die Antwort wohl eher auf ein "nein" hinauslaufen. Es ist auch nicht wirklich möglich.
Denn kaum hat man mal einen Wunsch (teilweise auch einfach nur Anspruch an sich selbst, aber das ist ein anderes Kapitel) erfüllt, schon trifft man einen Altbekannten, der gerade aus Neuseeland zurückkehrt und stolz seine Urlaubsfotos von sich und den Maoris präsentiert und denkt sich: "Oh Mensch, da wollte ich ja auch noch unbedingt hin!"
Wir Menschen neigen dazu, uns mit anderen zu vergleichen. So geht das Futter für neue Wunschvorstellungen und Träume nie aus.
Ist das etwas schlechtes? Auf keinen Fall!
Doch etwas wichtiges darf man nicht verlernen: Die Träume auch mal Träume sein lassen. Die Augen schließen und lächelnd einer wunderschönen Wunschvorstellungen nachhängen, vielleicht mit einem leicht wehmütigem, aber keinem traurigen Gefühl, dass das schöne Erlebnis nur in unserem Kopf stattfindet. Zu erkennen, wie schön es ist, dass wir nicht nur im Hier und Jetzt sind, sondern auch in eine Gedankenwelt reisen können, in der absolut alles möglich ist. In der wir fliegen können, wenn wir nur unsere Flügel ausbreiten und in der Geld und Lebensumstände keine Rolle spielen. Hier sind wir völlig frei.
Egal, was wir bereits erreicht haben und wo wir uns befinden: Es gibt immer noch Spielraum für das, was wir für uns realisieren und erleben können. Ob es nun um eine fortgeführte Ausbildung oder aber ein neuzugelegtes Hobby geht.
Das soll aber natürlich kein Appell daran sein, nichts mehr in die Tat umzusetzen und sich nur noch auf die Veranda zu setzen, im Schaukelstuhl zu wippen und seinen Gedanken nachzuhängen (obwohl ich mir vorstellen könnte, dass manche wenige auch damit glücklich werden könnten). Es gibt Träume, die sind nicht nur Träume, sondern konkrete Ziele. Sie wollten schon immer mal ein Studium an Ihre Ausbildung dranhängen? Sie haben gerade Ihren Beruf gekündigt und finden keinen neuen? Dann auf gehts! Für viele Ziele und Träume gilt es nur, die richtige Gelegenheit abzupassen, um sich dann mit Krawall und Gebrüll auf sie zu stürzen und sie endlich wahr zu machen.
Was ist dann aber mit dem Traum, einmal auf einem Rappel den Strand einer griechischen Insel entlang zu reiten oder die hohe Kunst des Ballettanzes zu lernen? Einfach Augen zu, Musik an, und der Traum geht los. Vielleicht sogar in Echt, eines schönen Tages. Wer weiß das schon...
Denn im Gegensatz zu den Zielen, die man nun sich nun als erwachsener Mensch so setzt (sei das ein eigenes Auto, ein eigenes Haus, oder auch einfach nur die nächste Miete zahlen zu können), waren die Wunschträume vor allem eins: Träume. Und als solches hatten sie auch die absolute Daseinsberechtigung, einfach nur zum Träumen da zu sein. Doch wie ist das jetzt, um einige Jahre und etliche Erfahrungen reicher?
Jeder von uns hat so Träume im Kopf. Die Bandbreite geht von "Endlich mit Spanisch anfangen", über "einen Ballettkurs belegen", bis hin zur großen weiten Welt in einer Reise. Während die eine von ihrer eigenen Schmuckkollektion träumt, wünscht sich ein anderer von ganzem Herzen, doch eines schönes Tages mal in einem Rennwagen zu sitzen.
So weit so gut, das hat sich also nicht geändert, lediglich die Dimensionen. Als wir klein waren hätte uns schon ein Barbietraumhaus überglücklich gemacht, in fortgeschrittenerem Alter könnte uns solches nur in Lebensgröße begeistern (um dann in ihm zu wohnen oder aber es zu verkaufen, um sich eine coole Deisgnerbude oder einen schicken Schlitten zuzulegen).
Doch ein Unterschied ist maßgeblich: Als wir klein waren, durften die Träume Träume sein. Man hat sich etwas oft nur gewünscht, weil es schön ist, davon zu träumen. Dieses Schwelgen in Fantasien und Wunschvorstellungen,, das reine Vorstellen, eines Tages tatsächlich mal den Weltraum zu erforschen oder den ganzen Tag lang süße Kätzchen zu verarzten. Ja, das war eine schöne Vorstellung. Als Kind war klar, dass man sowieso erstmal erwachsen werden musste, um eines Tages die Träume in die Realität umzusetzen.
So, nun ist man erwachsen. Und- haben Sie alles erreicht, was sie sich damals gewünscht haben, im Laufe ihres Lebens, oder auch nur jetzt?
Bei den meisten wird die Antwort wohl eher auf ein "nein" hinauslaufen. Es ist auch nicht wirklich möglich.
Denn kaum hat man mal einen Wunsch (teilweise auch einfach nur Anspruch an sich selbst, aber das ist ein anderes Kapitel) erfüllt, schon trifft man einen Altbekannten, der gerade aus Neuseeland zurückkehrt und stolz seine Urlaubsfotos von sich und den Maoris präsentiert und denkt sich: "Oh Mensch, da wollte ich ja auch noch unbedingt hin!"
Wir Menschen neigen dazu, uns mit anderen zu vergleichen. So geht das Futter für neue Wunschvorstellungen und Träume nie aus.
Ist das etwas schlechtes? Auf keinen Fall!
Doch etwas wichtiges darf man nicht verlernen: Die Träume auch mal Träume sein lassen. Die Augen schließen und lächelnd einer wunderschönen Wunschvorstellungen nachhängen, vielleicht mit einem leicht wehmütigem, aber keinem traurigen Gefühl, dass das schöne Erlebnis nur in unserem Kopf stattfindet. Zu erkennen, wie schön es ist, dass wir nicht nur im Hier und Jetzt sind, sondern auch in eine Gedankenwelt reisen können, in der absolut alles möglich ist. In der wir fliegen können, wenn wir nur unsere Flügel ausbreiten und in der Geld und Lebensumstände keine Rolle spielen. Hier sind wir völlig frei.
Egal, was wir bereits erreicht haben und wo wir uns befinden: Es gibt immer noch Spielraum für das, was wir für uns realisieren und erleben können. Ob es nun um eine fortgeführte Ausbildung oder aber ein neuzugelegtes Hobby geht.
Das soll aber natürlich kein Appell daran sein, nichts mehr in die Tat umzusetzen und sich nur noch auf die Veranda zu setzen, im Schaukelstuhl zu wippen und seinen Gedanken nachzuhängen (obwohl ich mir vorstellen könnte, dass manche wenige auch damit glücklich werden könnten). Es gibt Träume, die sind nicht nur Träume, sondern konkrete Ziele. Sie wollten schon immer mal ein Studium an Ihre Ausbildung dranhängen? Sie haben gerade Ihren Beruf gekündigt und finden keinen neuen? Dann auf gehts! Für viele Ziele und Träume gilt es nur, die richtige Gelegenheit abzupassen, um sich dann mit Krawall und Gebrüll auf sie zu stürzen und sie endlich wahr zu machen.
Was ist dann aber mit dem Traum, einmal auf einem Rappel den Strand einer griechischen Insel entlang zu reiten oder die hohe Kunst des Ballettanzes zu lernen? Einfach Augen zu, Musik an, und der Traum geht los. Vielleicht sogar in Echt, eines schönen Tages. Wer weiß das schon...
Sonntag, 15. Mai 2011
Wie digital sind wir wirklich?
"Männer, die brauchen was zum Anfassen!" Eigentlich ein eher auf primitive Reize ausgelegter Spruch, dient mir unerwarteterweise (ja auch für mich selbst) als Einleitung für das Thema, über das ich hier schreiben will. Während zitierter Spruch auf Sexualität abzielt, möchte ich seine Bedeutung um einiges ausweiten. Um genau zu sein: auf alles.
Wir bewegen uns in einer Welt, die wir mit unseren Sinnesorganen wahrnehmen. Die Evolution hat uns mit Augen, Geruchssinn, Tastsinn, Geschmackssinn und Gehör ausgestattet, damit wir das aufnehmen können, was um uns herum passiert. Zusammen mit dem Gehirn ist es das, was uns Erlebnisse, unvergessliche Momente, aber auch den Alltag beschert. Die Käsespätzle, nur von Mama so himmlisch lecker. Warmes Salzwasser das erste Mal seit langem im Urlaub an der Haut spüren. Das Prickeln beim ersten Kuss.
Wir leben jedoch auch in einer Welt, die immer digitaler wird. Computerisierung, Mobilisierung, Digitalisierung, Vernetzung, sind Worte, die einem nicht nur als Kommunikationswissenschaftler häufig über den Weg laufen und freundlich grüßen. Cybergesichter, Schrift statt Sprache, und wenn doch Sprache, dann entweder aufgenommen oder übertragen. Nichts, das in der realen Welt passiert, sondern rein auf den Bildschirm projeziert um uns etwas zu vermitteln. Einen Artikel, Fotos, Informationen und manchmal sogar: Eine ganze Welt. Nahezu alles geht heutzutage online. Ob man sich nun ein neues T-Shirt, eine DVD, sogar einen Kaugummi bestellen oder mit der besten Freundin quatschen will. Ein neues WG-Zimmer sucht, einen Busplan oder Reisetipps für den nächstanstehenden Urlaub. Und es wird immer mehr.
Fix etwas bei Google eingegeben (ohne das, nebenbei bemerkt, die meisten Menschen, einschließlich meinerselbst, inzwischen aufgeschmissen wären), das bestklingende Ergebnis angeklickt und dann den meist simpel gehaltenen Erklärungen gefolgt. Das Internet ist ja so easy-going, so unkompliziert.
Die Frage, die ich nun jedoch stellen möchte, ist simpel und doch kann sie einen bei näherer Betrachtung in tiefste Grübeleien versetzen. Sie lautet: Reicht das?
Eine Folge von Buchstaben, Bildern, auch Sounds, jedoch allesamt: auf einem Bildschirm. An einem Computer. In einem Zimmer. Stellen Sie sich das mal in der Vogelperspektive vor, insbesondere wenn Sie viel Zeit am Rechner verbringen. Da laufen Menschen draußen rum, es wuselt. Der eine geht einkaufen, der nächste gärtnert und der dritte joggt. Nur Sie sitzen (besonders lustig sieht die Vorstellung übrigens im Zeitraffer aus) die ganze Zeit vor einem Bildschirm. An einem Computer. In einem Zimmer.
"Ist ja mit Fernsehen das Gleiche!", mag jetzt vielleicht jemand sagen und hat damit auch recht. Nur hat der Fernseher ohne jegliche Interaktionsmöglichkeit wesentlich schneller seinen Reiz verloren, als so ein Computer mit Internetanschluss. Denn der Internetanschluss ist eine Anbindung zu einer riesigen Welt.
Ich möchte hier jedoch gar niemanden kritiseren, der gerne etwas ruhigeres tut, als ständig unterwegs zu sein. Doch jemand, der ein Buch liest, hat echte Seiten und einen Umschlag in der Hand. Jemand, der näht, hat Stoff, Nadel und Faden in der Hand.
Jemand, der sich mit einem Freund auf einen Kaffe trifft, um mit ihm zu plaudern und sich übers Neuste auszutauschen, sieht ihn, riecht ihn. Nimmt jede einzelne Körperbewegung des Gegenübers wahr, die Körpersprache. Merkt Veränderungen in seiner Mimik, seiner Gestik. Spürt seine Ausstrahlung, sieht, wie er sich gibt und ob er wieder das selbe Poloshirt wie immer anhat, oder endlich mal was Neues trägt.
Ich glaube, man versteht, worauf ich hinauswill: Es ist alles ECHT. Ich glaube, dass wir das Lächeln auf den Lippen unseres Freundes brauchen. Den Geruch von Regen. Und den Geschmack vom ersten Straciatella-Eis im Sommer.
Ich glaube, das wir genau diese Realität brauchen, die nicht auf einen Bildschirm zu bannen ist.
Denn so sehr sich das Internet auch bemüht, so realitätsgetreu und möglichkeitsreich zu sein wie nur irgends möglich; Es ist dennoch: Auf einem Bildschirm. An einem Computer. In einem Zimmer.
Wir bewegen uns in einer Welt, die wir mit unseren Sinnesorganen wahrnehmen. Die Evolution hat uns mit Augen, Geruchssinn, Tastsinn, Geschmackssinn und Gehör ausgestattet, damit wir das aufnehmen können, was um uns herum passiert. Zusammen mit dem Gehirn ist es das, was uns Erlebnisse, unvergessliche Momente, aber auch den Alltag beschert. Die Käsespätzle, nur von Mama so himmlisch lecker. Warmes Salzwasser das erste Mal seit langem im Urlaub an der Haut spüren. Das Prickeln beim ersten Kuss.
Wir leben jedoch auch in einer Welt, die immer digitaler wird. Computerisierung, Mobilisierung, Digitalisierung, Vernetzung, sind Worte, die einem nicht nur als Kommunikationswissenschaftler häufig über den Weg laufen und freundlich grüßen. Cybergesichter, Schrift statt Sprache, und wenn doch Sprache, dann entweder aufgenommen oder übertragen. Nichts, das in der realen Welt passiert, sondern rein auf den Bildschirm projeziert um uns etwas zu vermitteln. Einen Artikel, Fotos, Informationen und manchmal sogar: Eine ganze Welt. Nahezu alles geht heutzutage online. Ob man sich nun ein neues T-Shirt, eine DVD, sogar einen Kaugummi bestellen oder mit der besten Freundin quatschen will. Ein neues WG-Zimmer sucht, einen Busplan oder Reisetipps für den nächstanstehenden Urlaub. Und es wird immer mehr.
Fix etwas bei Google eingegeben (ohne das, nebenbei bemerkt, die meisten Menschen, einschließlich meinerselbst, inzwischen aufgeschmissen wären), das bestklingende Ergebnis angeklickt und dann den meist simpel gehaltenen Erklärungen gefolgt. Das Internet ist ja so easy-going, so unkompliziert.
Die Frage, die ich nun jedoch stellen möchte, ist simpel und doch kann sie einen bei näherer Betrachtung in tiefste Grübeleien versetzen. Sie lautet: Reicht das?
Eine Folge von Buchstaben, Bildern, auch Sounds, jedoch allesamt: auf einem Bildschirm. An einem Computer. In einem Zimmer. Stellen Sie sich das mal in der Vogelperspektive vor, insbesondere wenn Sie viel Zeit am Rechner verbringen. Da laufen Menschen draußen rum, es wuselt. Der eine geht einkaufen, der nächste gärtnert und der dritte joggt. Nur Sie sitzen (besonders lustig sieht die Vorstellung übrigens im Zeitraffer aus) die ganze Zeit vor einem Bildschirm. An einem Computer. In einem Zimmer.
"Ist ja mit Fernsehen das Gleiche!", mag jetzt vielleicht jemand sagen und hat damit auch recht. Nur hat der Fernseher ohne jegliche Interaktionsmöglichkeit wesentlich schneller seinen Reiz verloren, als so ein Computer mit Internetanschluss. Denn der Internetanschluss ist eine Anbindung zu einer riesigen Welt.
Ich möchte hier jedoch gar niemanden kritiseren, der gerne etwas ruhigeres tut, als ständig unterwegs zu sein. Doch jemand, der ein Buch liest, hat echte Seiten und einen Umschlag in der Hand. Jemand, der näht, hat Stoff, Nadel und Faden in der Hand.
Jemand, der sich mit einem Freund auf einen Kaffe trifft, um mit ihm zu plaudern und sich übers Neuste auszutauschen, sieht ihn, riecht ihn. Nimmt jede einzelne Körperbewegung des Gegenübers wahr, die Körpersprache. Merkt Veränderungen in seiner Mimik, seiner Gestik. Spürt seine Ausstrahlung, sieht, wie er sich gibt und ob er wieder das selbe Poloshirt wie immer anhat, oder endlich mal was Neues trägt.
Ich glaube, man versteht, worauf ich hinauswill: Es ist alles ECHT. Ich glaube, dass wir das Lächeln auf den Lippen unseres Freundes brauchen. Den Geruch von Regen. Und den Geschmack vom ersten Straciatella-Eis im Sommer.
Ich glaube, das wir genau diese Realität brauchen, die nicht auf einen Bildschirm zu bannen ist.
Denn so sehr sich das Internet auch bemüht, so realitätsgetreu und möglichkeitsreich zu sein wie nur irgends möglich; Es ist dennoch: Auf einem Bildschirm. An einem Computer. In einem Zimmer.
Dienstag, 19. April 2011
Den Horizont erweitern
Stell dir mal vor: eine völlig fremde Stadt, ein völlig fremder Ort an dem man sitzt, mit einer Schüssel voll völlig fremden Essen vor sich, das man so eben zu sich nimmt. Fremdartige, exotische Gerüche und Stimmengewirr in einer Sprache, die man nicht kennt und die sich so fremd anhört, dass sie fast schon gruselig klingt. Nichts scheint so zu sein wie daheim. Man ist in einer neuen Situation.
So eine Situation könnte man sich wohl am besten auf einer Reise in ein kulturell weit entferntes Land vorstellen.
Neue Eindrücke, neue Erkenntnisse, den Horizont erweitern: Diese Begriffe schwirren in aller Munde herum und werden in Berichten über Reisen proklamiert. Doch was die eigentliche Bedeutung hinter ihnen ist und inwiefern sie für unsere persönliche Entwicklung zu gewichten sind, das scheint nicht so klar. Ich spreche hier übrigens nicht nur vom Reisen, sondern durchaus auch von bewussten Veränderungen im Alltag. Klar lernt man, wenn man ein neues Rezept probiert, am Ende ein neues Gericht kennen. Klar hört man mal andere Musik, wenn man einen Freund bietet, ihm eine Liste seiner absoluten Lieblingslieder zu schicken (im besten Falle einen Freund, der Bands und Interpreten kennt, die nicht unbedingt ohnehin seit zehn Jahren im Radio rauf und runter gedudelt werden).
Dass man neue Dinge kennenlernt, die einem Spaß machen und gefallen könnten, ist sicher ein wesentlicher Aspekt des "Horrizont erweiterns". Es ist wunderschön, einen neuen Interpreten oder gar eine ganz neue Musikrichtung für sich zu finden, mit der man sich identifizieren kann. Oder das erste Mal an einem Gewürz zu schnuppern, das man bisher noch nie zum Kochen verwendet hat und einen an fernöstliche Reisen erinnert.
Besonders toll ist auch, wenn man ein neues Hobby für sich findet. Ein Musikinstrument, eine neue Sportart, Theater spielen... was es auch immer sei, es erweitert die Liste der Dinge, mit denen wir uns bewusst glücklich machen können.
Doch ich glaube, da ist noch mehr hinter dem "Horizont erweitern": Nämlich selbst dann, wenn das Erlebte nichtmal unbedingt positiv war. Man stelle sich nur vor, jemand, der permanent unzufrieden mit seiner "ach so Bruchbudenmäßigen" Behausung, ginge auch nur einen Tag lang nach Südafrika in gewisse Regionen. Er würde seine Definition von "Bruchbude" vielleicht noch einmal überdenken. Aber nein, ich meine hier nicht den Aspekt "Nicht jammern, wo anders haben es die Leute noch schlechter!" Was ich meine ist viel mehr, dass dieser Mensch in Zukunft tatsächlich zufriedener mit seiner Wohnung sein könnte (die im richtigen Lichte und vielleicht mit einem schönen neuen Teppich, sowie einmal ordentlich mit Wischmopp und Staubsauger durch, ja gar nicht mal so schlecht aussieht).
Generell haben wir viele festgefahrene Strukturen und Vorstellungen, teilweise auch Vorurteile in unseren Köpfen. Wir versuchen Ereignisse und Verhältnisse einzustufen und unser Leben in eine funktionierende Ordnung zu brignen. Dass wir dabei geradezu ein Gerüst konstruieren, indem wir wohnen, ist uns dabei, wenn überhaupt, nur teilweise bewusst.
Probiert man etwas Neues, wagt den Sprung oder zumindest den Zehen-Tupfer ins kalte Wasser und tut man etwas Ungewohntes, so bekommt man einen Ausblick: "Wie schaut es denn außerhalb meines Gerüstes aus?" Was gibt es da noch zu sehen?
Es lassen sich viele wertvolle Inspirationen, Impulse und Denkanstöße finden, jede Minute jeden Tages. Sei es nun ein sehr interessantes Gespräch, ein Artikel in einer Zeitschrift, die Teilnahme an einer Veranstaltung oder was auch immer: Da man auch aus negativen Erfahrungen lernt, kann eigentlich nur gelten: Probiern geht über Studiern!
Und wenn Sie das nächste Mal gegenüber einer Person sitzen, die sehr sympatisch aussieht und ein überaus interessantes Buch liest, dann heißt es: Nicht lange zögern und einfach ansprechen! Mal sehen, was der Mensch spannendes zu berichten hat...
So eine Situation könnte man sich wohl am besten auf einer Reise in ein kulturell weit entferntes Land vorstellen.
Neue Eindrücke, neue Erkenntnisse, den Horizont erweitern: Diese Begriffe schwirren in aller Munde herum und werden in Berichten über Reisen proklamiert. Doch was die eigentliche Bedeutung hinter ihnen ist und inwiefern sie für unsere persönliche Entwicklung zu gewichten sind, das scheint nicht so klar. Ich spreche hier übrigens nicht nur vom Reisen, sondern durchaus auch von bewussten Veränderungen im Alltag. Klar lernt man, wenn man ein neues Rezept probiert, am Ende ein neues Gericht kennen. Klar hört man mal andere Musik, wenn man einen Freund bietet, ihm eine Liste seiner absoluten Lieblingslieder zu schicken (im besten Falle einen Freund, der Bands und Interpreten kennt, die nicht unbedingt ohnehin seit zehn Jahren im Radio rauf und runter gedudelt werden).
Dass man neue Dinge kennenlernt, die einem Spaß machen und gefallen könnten, ist sicher ein wesentlicher Aspekt des "Horrizont erweiterns". Es ist wunderschön, einen neuen Interpreten oder gar eine ganz neue Musikrichtung für sich zu finden, mit der man sich identifizieren kann. Oder das erste Mal an einem Gewürz zu schnuppern, das man bisher noch nie zum Kochen verwendet hat und einen an fernöstliche Reisen erinnert.
Besonders toll ist auch, wenn man ein neues Hobby für sich findet. Ein Musikinstrument, eine neue Sportart, Theater spielen... was es auch immer sei, es erweitert die Liste der Dinge, mit denen wir uns bewusst glücklich machen können.
Doch ich glaube, da ist noch mehr hinter dem "Horizont erweitern": Nämlich selbst dann, wenn das Erlebte nichtmal unbedingt positiv war. Man stelle sich nur vor, jemand, der permanent unzufrieden mit seiner "ach so Bruchbudenmäßigen" Behausung, ginge auch nur einen Tag lang nach Südafrika in gewisse Regionen. Er würde seine Definition von "Bruchbude" vielleicht noch einmal überdenken. Aber nein, ich meine hier nicht den Aspekt "Nicht jammern, wo anders haben es die Leute noch schlechter!" Was ich meine ist viel mehr, dass dieser Mensch in Zukunft tatsächlich zufriedener mit seiner Wohnung sein könnte (die im richtigen Lichte und vielleicht mit einem schönen neuen Teppich, sowie einmal ordentlich mit Wischmopp und Staubsauger durch, ja gar nicht mal so schlecht aussieht).
Generell haben wir viele festgefahrene Strukturen und Vorstellungen, teilweise auch Vorurteile in unseren Köpfen. Wir versuchen Ereignisse und Verhältnisse einzustufen und unser Leben in eine funktionierende Ordnung zu brignen. Dass wir dabei geradezu ein Gerüst konstruieren, indem wir wohnen, ist uns dabei, wenn überhaupt, nur teilweise bewusst.
Probiert man etwas Neues, wagt den Sprung oder zumindest den Zehen-Tupfer ins kalte Wasser und tut man etwas Ungewohntes, so bekommt man einen Ausblick: "Wie schaut es denn außerhalb meines Gerüstes aus?" Was gibt es da noch zu sehen?
Es lassen sich viele wertvolle Inspirationen, Impulse und Denkanstöße finden, jede Minute jeden Tages. Sei es nun ein sehr interessantes Gespräch, ein Artikel in einer Zeitschrift, die Teilnahme an einer Veranstaltung oder was auch immer: Da man auch aus negativen Erfahrungen lernt, kann eigentlich nur gelten: Probiern geht über Studiern!
Und wenn Sie das nächste Mal gegenüber einer Person sitzen, die sehr sympatisch aussieht und ein überaus interessantes Buch liest, dann heißt es: Nicht lange zögern und einfach ansprechen! Mal sehen, was der Mensch spannendes zu berichten hat...
Montag, 18. April 2011
Routine: Langweilig oder der Weg zum Glück?
Nahezu jeder Mensch hat in seinem Leben eine gewisse Routine. Ob nun Student, Teilzeitbeschäftigter oder Vollzeitmama/papa. Ist es bei den "9to5"-Jobbern, also alljenige die wirklich feste Bürozeiten haben, zu denen sie im Hause am Schreibtisch oder gegebenfalls auf Terminen zu sein haben, noch keiner weiteren Ausführung dieser täglichen Routine notwendig (7:30 Aufstehen, 9 bis 5 Arbeiten, heim), sieht das bei Studenten beispielsweise schon anders aus. Von denen würde man auf meine These hin möglicherweise erstmal hören "Nein, ich hab echt einen total unstrukturierten Tag". Mag sein, aber selbst die Unstrukturiertheit mausert sich irgendwann zu ihrer ganz eigenen Struktur. Steht ein Student nie vor 11 Uhr auf, isst dann irgendwann gegen 12 oder 1 frühstück/mittag, macht dann irgendwas für die Uni, trifft sich zwischendurch evtl mit einer Freundin und geht anschließend mit seinen Kollegen auf ein, zwei Bier: Voilà, das klingt dann doch schon ziemlich nach einer Struktur, einer gewissen Routine.
Warum also wehrt man sich gegen diesen Begriff? Die Erklärung ist nicht schwer: Von diesem Begriff aus scheint es zu "verstaubt", "unexperimentierfreudig", "langweilig" und "zwanghaft" kein weiter Weg zu sein. Doch das ist die Frage, die ich hier stellen will: Tut man da der Routine, die doch nichts anderes ist als eine Reihenfolge von Aktivitäten und Dingen, die sich nach Erfahrung als erfolgreich und zielführend erwiesen haben, nicht Unrecht? Ist es denn wirklich so schlimm, das selbe Tag für Tag in einer ähnliches Reihenfolge zu tun?
Ich würde sagen, daran ist nichts schlimmes, sobald diese zwei Punkte dennoch zutreffen:
a) Man ist bereit, auch mal Neues auszuprobieren und ab und zu aus der Routine "auszubrechen". Sie sollte ein Orientierungsmuster sein, keine strikte Regelvorgabe.
b) Die Reihenfolge hat sich nicht nur als zielführend erwiesen sondern macht auch glücklich und zufrieden mit sich selbst.
"Der Mensch ist ein Gewohnheitstier." Oft ins Ohr ein und ausgegangen, hat auch dieser alte Spruch wohl seine Richtigkeit. Letztlich glaube ich fest daran, dass Strukturen und somit auch die böse beschimpfte Routine Dinge enthalten, die der Mensch braucht: ein vorgezeichneter Plan für den Weg, den man gehen möchte und das Wissen über Dinge, die einen glücklich machen, selbst oder genau weil man sie jeden Tag wiederholt und sich ihrer sicher sein kann. Es verschafft Ruhe, Gewissheit und höchstwahrscheinlich auch Erfolgserlebnisse, einer Routine nachzugehen und somit ein "Running System" geschaffen zu haben.
Doch die Grenze zwischen "running system" und "Ich=Maschine" ist für besonders jene Mensche, die ohnehin einen gewissen Drang zur Kontrolle haben, ist fließend. Hat es gerade noch Spaß gemacht, sein Leben auf diese Art und Weise zu fühlen, kann es irgendwann auch geradezu zu einem Zwang werden. Man tut, nicht mehr weil man es für richtig hält und auch nicht, weil es mit sich vereinbaren lässt und schon gar nicht, weil es einen glücklich macht, sondern: Man tut, weil man das halt so tut. Schon seit Jahren und fast jeden Tag. Daraufhin auszubrechen ist für viele nicht leicht und kann geradewegs zu einer Psychose oder sogar einer handfesten psychischen Krankheit führen. Wie man erkennt, ob die eigene Routine denn nun wirklich glücklich macht oder nur noch ausgeübt wird, weil man denkt, es ginge eben nicht anders? Das ist oft gar nicht so einfach, aber letztlich ist ein großer Grad an Selbstehrlichkeit wichtig. Die simple Frage: Macht es mich glücklich? Will ich das so? Habe ich Sehnsüchte? Was träume ich denn in letzter Zeit so? Falls es beruhigt: Die Wahrheit kennen wir ganz genau, sie ist nur nicht unbedingt leicht zu finden, da möglicherweise sehr tief an einem Ort vergraben, den wir in unserem Alltag meines Erachtens zu selten zu Rate ziehen: Unserem Unterbewusstsein, unserem Instinkt, oder nach volkstümlichem Sprachgebrauch: In unserem Herzen.
Deswegen rate ich jedem, der eine gewisse Routine fährt und sich angegriffen fühlt, sobald ihn jemand als eher langweilig deklariert: Schließe die Augen und hör in dich rein. Macht dich glücklich, was du tust? Läuft es gut, so wie es läuft? Und bist du auch bereit, Neues auszuprobieren und ruhig auch mal ein, zwei Wochen etwas völlig anderes auszuprobieren, ohne beklemmende Gefühle zu bekommen?
Und wenn man ehrlich und mit reinem Herzen sagen kann: "Ja, es macht mich glücklich und ja, ich bin dennoch offen!", dann lassen Sie die Leute reden (und leben) und leben Sie IHR Leben weiter. Mit einem stolzen und fröhlichen Gefühl kann man den neuen Tag beginnen, denn man weiß: Ich habe den Weg, der mir in meiner Lebenslage gut tut, gefunden.
Warum also wehrt man sich gegen diesen Begriff? Die Erklärung ist nicht schwer: Von diesem Begriff aus scheint es zu "verstaubt", "unexperimentierfreudig", "langweilig" und "zwanghaft" kein weiter Weg zu sein. Doch das ist die Frage, die ich hier stellen will: Tut man da der Routine, die doch nichts anderes ist als eine Reihenfolge von Aktivitäten und Dingen, die sich nach Erfahrung als erfolgreich und zielführend erwiesen haben, nicht Unrecht? Ist es denn wirklich so schlimm, das selbe Tag für Tag in einer ähnliches Reihenfolge zu tun?
Ich würde sagen, daran ist nichts schlimmes, sobald diese zwei Punkte dennoch zutreffen:
a) Man ist bereit, auch mal Neues auszuprobieren und ab und zu aus der Routine "auszubrechen". Sie sollte ein Orientierungsmuster sein, keine strikte Regelvorgabe.
b) Die Reihenfolge hat sich nicht nur als zielführend erwiesen sondern macht auch glücklich und zufrieden mit sich selbst.
"Der Mensch ist ein Gewohnheitstier." Oft ins Ohr ein und ausgegangen, hat auch dieser alte Spruch wohl seine Richtigkeit. Letztlich glaube ich fest daran, dass Strukturen und somit auch die böse beschimpfte Routine Dinge enthalten, die der Mensch braucht: ein vorgezeichneter Plan für den Weg, den man gehen möchte und das Wissen über Dinge, die einen glücklich machen, selbst oder genau weil man sie jeden Tag wiederholt und sich ihrer sicher sein kann. Es verschafft Ruhe, Gewissheit und höchstwahrscheinlich auch Erfolgserlebnisse, einer Routine nachzugehen und somit ein "Running System" geschaffen zu haben.
Doch die Grenze zwischen "running system" und "Ich=Maschine" ist für besonders jene Mensche, die ohnehin einen gewissen Drang zur Kontrolle haben, ist fließend. Hat es gerade noch Spaß gemacht, sein Leben auf diese Art und Weise zu fühlen, kann es irgendwann auch geradezu zu einem Zwang werden. Man tut, nicht mehr weil man es für richtig hält und auch nicht, weil es mit sich vereinbaren lässt und schon gar nicht, weil es einen glücklich macht, sondern: Man tut, weil man das halt so tut. Schon seit Jahren und fast jeden Tag. Daraufhin auszubrechen ist für viele nicht leicht und kann geradewegs zu einer Psychose oder sogar einer handfesten psychischen Krankheit führen. Wie man erkennt, ob die eigene Routine denn nun wirklich glücklich macht oder nur noch ausgeübt wird, weil man denkt, es ginge eben nicht anders? Das ist oft gar nicht so einfach, aber letztlich ist ein großer Grad an Selbstehrlichkeit wichtig. Die simple Frage: Macht es mich glücklich? Will ich das so? Habe ich Sehnsüchte? Was träume ich denn in letzter Zeit so? Falls es beruhigt: Die Wahrheit kennen wir ganz genau, sie ist nur nicht unbedingt leicht zu finden, da möglicherweise sehr tief an einem Ort vergraben, den wir in unserem Alltag meines Erachtens zu selten zu Rate ziehen: Unserem Unterbewusstsein, unserem Instinkt, oder nach volkstümlichem Sprachgebrauch: In unserem Herzen.
Deswegen rate ich jedem, der eine gewisse Routine fährt und sich angegriffen fühlt, sobald ihn jemand als eher langweilig deklariert: Schließe die Augen und hör in dich rein. Macht dich glücklich, was du tust? Läuft es gut, so wie es läuft? Und bist du auch bereit, Neues auszuprobieren und ruhig auch mal ein, zwei Wochen etwas völlig anderes auszuprobieren, ohne beklemmende Gefühle zu bekommen?
Und wenn man ehrlich und mit reinem Herzen sagen kann: "Ja, es macht mich glücklich und ja, ich bin dennoch offen!", dann lassen Sie die Leute reden (und leben) und leben Sie IHR Leben weiter. Mit einem stolzen und fröhlichen Gefühl kann man den neuen Tag beginnen, denn man weiß: Ich habe den Weg, der mir in meiner Lebenslage gut tut, gefunden.
Freitag, 1. April 2011
Dann geh ich halt allein!
"Neee tut mir Leid, heute geht nicht so gut.. Aber generell gerne, ja?"
Wer kennt ihn nicht, den oft gehörten Satz? Gerade eben hatte man noch eine zündende Idee, hat überlegt und gefeilt, was man denn heute am besten unternehmen könnte. Blick nach draußen: Schönes Wetter. Blick nach drinnen: Lust auf Baden. Ergebnis: "Ich will raus zum Baden fahren!"
Soweit der Plan. Wäre da nur jemand, der freudig rufen würde: "Au ja, super Idee, ich komme mit! Ich frag noch schnell A, B und C ob sie auch mitkommen!" So hat man sich das nämlich ausgemalt. Ohne es bewusst zu merken, ist in die Vorstellung des heutigen perfekten Tages nicht nur Sonne und Wasser sondern auch eine handvoll guter Freunde sowie der damit einhergehenden Stimmung miteingeflossen.
Leider scheint aus genau diesem Plan nichts zu werden. Gründe hierfür gehen bei den Antworten der gefragten Freunde über "keine Zeit", "keine Lust" bishin zu kreativen Ausreden.
So, nun hat man zwei Möglichkeiten:
a) Man sitzt zuhause, ist traurig, fühlt sich ungeliebt und ungebraucht plus hat man einen wirklichen schönen Tag nicht so genutzt, wie man das gerne hätte, obwohl man doch Zeit und Lust hatte.
Ooooder.. genau! b) Man geht einfach alleine! Bikini/Badehose und Handtuch in den Rucksack geworfen, das Radl/Auto schnell geschnappt oder in den Bus gesprungen und ab geht's ans Wasser! Anfangs scheint das ungewohnt, doch auch hier gilt: Übung macht den Meister.
Was sich hinter diesem Entschluss nämlich verbirgt, ist der Mut und die Kraft, Dinge, die man wirklich will, auch alleine zu bewältigen und letztlich einfach zu: machen! Nachdenken ist gut, doch die Handlungen sind das, was letztlich unser Leben bestimmt und was wir sind.
Hat man dann das Handtuch erstmal über der grünen Wiese ausgebreitet und sich dort niedergelassen, das glitzernde Blau vor und die strahlende Sonne und blauer Himmel über einem, kann man sich endlich mal etwas widmen, zu dem man sonst nie kommt: Das Buch lesen, das man sich vor fünf Monaten gekauft hat, endlich mal wieder ganz in Ruhe und entspannt die Lieblingsmusik hören und vielleicht sogar einfach mal das süße Nichtstun genießen. Keiner da, mit dem man reden kann, bedeutet nämlich auch: Keiner da, mit dem man reden muss! Dieser Nachmittag gehört nur Ihnen allein.
Das hier soll kein Appell sein, generell immer alles alleine zu machen. Ich denke sehr wohl, dass bestimmte Aktivitäten mehr Spaß machen, wenn man sie mit Freunden unternimmt. Ich denke nur nicht, dass das ein ausschließendes Kriterium sein sollte. Denn wer einmal erkannt hat, dass man auch alleine einen sehr erfüllenden Tag verbringen kann, wird daraus meines Erachtens vor allem eins schöpfen: Selbstvertrauen und die Möglichkeit und Freude, sich selbst ein wenig besser kennen zu lernen.
Und wer weiß, wen man am See dann schließlich treffen könnte. ;-)
Wer kennt ihn nicht, den oft gehörten Satz? Gerade eben hatte man noch eine zündende Idee, hat überlegt und gefeilt, was man denn heute am besten unternehmen könnte. Blick nach draußen: Schönes Wetter. Blick nach drinnen: Lust auf Baden. Ergebnis: "Ich will raus zum Baden fahren!"
Soweit der Plan. Wäre da nur jemand, der freudig rufen würde: "Au ja, super Idee, ich komme mit! Ich frag noch schnell A, B und C ob sie auch mitkommen!" So hat man sich das nämlich ausgemalt. Ohne es bewusst zu merken, ist in die Vorstellung des heutigen perfekten Tages nicht nur Sonne und Wasser sondern auch eine handvoll guter Freunde sowie der damit einhergehenden Stimmung miteingeflossen.
Leider scheint aus genau diesem Plan nichts zu werden. Gründe hierfür gehen bei den Antworten der gefragten Freunde über "keine Zeit", "keine Lust" bishin zu kreativen Ausreden.
So, nun hat man zwei Möglichkeiten:
a) Man sitzt zuhause, ist traurig, fühlt sich ungeliebt und ungebraucht plus hat man einen wirklichen schönen Tag nicht so genutzt, wie man das gerne hätte, obwohl man doch Zeit und Lust hatte.
Ooooder.. genau! b) Man geht einfach alleine! Bikini/Badehose und Handtuch in den Rucksack geworfen, das Radl/Auto schnell geschnappt oder in den Bus gesprungen und ab geht's ans Wasser! Anfangs scheint das ungewohnt, doch auch hier gilt: Übung macht den Meister.
Was sich hinter diesem Entschluss nämlich verbirgt, ist der Mut und die Kraft, Dinge, die man wirklich will, auch alleine zu bewältigen und letztlich einfach zu: machen! Nachdenken ist gut, doch die Handlungen sind das, was letztlich unser Leben bestimmt und was wir sind.
Hat man dann das Handtuch erstmal über der grünen Wiese ausgebreitet und sich dort niedergelassen, das glitzernde Blau vor und die strahlende Sonne und blauer Himmel über einem, kann man sich endlich mal etwas widmen, zu dem man sonst nie kommt: Das Buch lesen, das man sich vor fünf Monaten gekauft hat, endlich mal wieder ganz in Ruhe und entspannt die Lieblingsmusik hören und vielleicht sogar einfach mal das süße Nichtstun genießen. Keiner da, mit dem man reden kann, bedeutet nämlich auch: Keiner da, mit dem man reden muss! Dieser Nachmittag gehört nur Ihnen allein.
Das hier soll kein Appell sein, generell immer alles alleine zu machen. Ich denke sehr wohl, dass bestimmte Aktivitäten mehr Spaß machen, wenn man sie mit Freunden unternimmt. Ich denke nur nicht, dass das ein ausschließendes Kriterium sein sollte. Denn wer einmal erkannt hat, dass man auch alleine einen sehr erfüllenden Tag verbringen kann, wird daraus meines Erachtens vor allem eins schöpfen: Selbstvertrauen und die Möglichkeit und Freude, sich selbst ein wenig besser kennen zu lernen.
Und wer weiß, wen man am See dann schließlich treffen könnte. ;-)
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